Tag der Innenentwicklung in Taufers i.M.

Lernen durch beste Beispiele. Dies ist ein erfolgsversprechender Weg auch in der Gemeinde Taufers im Münstertal, wo die Plattform Land am 1. August 2020 den Tag der Innenentwicklung abhielt. Insgesamt gibt es in Taufers 30 leerstehende und 35 nur teilweise genutzte Wohneinheiten. Anhand eines konkreten Sanierungsbeispiels wurden den Interessierten gezeigt, wie man den Leerstand in den Griff bekommt und für eine bessere Dorf(innen)entwicklung nutzen kann.

Sanierungsbeispiel Taufers

Bauherrin Kirsten Scholz präsentierte gemeinsam mit dem Architekten Ivan Zanzotti das kürzlich sanierte 3,5-stöckige Wohnhaus mit 230 qm Wohnfläche. Zudem stand im Anschluss an den Rundgang Architekt Daniele Capra für Erstberatungen im Hinblick auf Sanierungen den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Nur über eine kontinuierliche Aufklärung und Beratung lassen sich mehr solcher besten Beispiele für die Sanierung und letztlich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Fläche in der Heimat erreichen. Die Plattform Land unterstützt dies in mehreren Pilotgemeinden mit dem Leerstandsmanagement.

Einen ausführlichen Bericht mit weiteren Bildern finden Sie in der Ausgabe des „Der Vinschger“ vom 6.8.20 auf Seite 10-11.

 

Webinar zum Leerstandsmanagement für Gemeinden am 26. August

Nachdem nun das neue Gesetz zu Raum und Landschaft in Kraft getreten ist, veranstaltet die Plattform Land in Absprache mit dem Ressort für Raumentwicklung, Landschaft und Denkmalpflege sowie dem Südtiroler Gemeindenverband und der Kammer der Architekten ein Webinar zum Leerstandsmanagement (einschließlich Siedlungsgrenze) für die Gemeinden in Südtirol am 26. August ab 10:30 Uhr. Dieses Webinar findet in deutscher Sprache statt.

Programm Webinar Leerstandsmanagement

Anmeldung bis 24. August per Email an: staff@plattformland.org (begrenzte Teilnehmerzahl, wir empfehlen daher maximal 2 Personen pro Gemeinde).

Nach der Anmeldung werden wir Ihnen dann kurz vor dem Webinar den Link dafür zusenden.

Allfällige Fragen zum neuen Gesetz finden Sie bei den FAQs hier: http://www.provinz.bz.it/natur-umwelt/natur-raum/rechtsgrundlagen.asp#collapse900

Spezifische Fragen zum Einheitsschalter Bauwesen finden Sie hier: https://www.gvcc.net/de/SUE_-_ESB_Einheitsschalter_fuer_das_Bauwesen_3

 

Familie & Beruf in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling – Online-Diskussion vom 24. Juni

Berufstätigkeit, Partnerschaft, Elternschaft: Die Last der Bewältigung dieses Spagates wird oftmals maßgeblich von Frauen getragen. Die Digitalisierung der Arbeit, wie beispielsweise die Möglichkeit von Smart Working wird als Chance der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesehen. Auch in ländlichen Räumen können digitale Arbeitsmodelle positiv auf die weibliche Beschäftigungssituation einwirken. Im familiären Umfeld kann das Homeoffice jedoch zu einer stärkeren Belastung führen. 

Referate und Online-Diskussion vom 24. Juni 2020

1. Philipp Corradini – Einführung

2. Michaela Schafferhans – Digitalisierung der Arbeit

3. Barbara Plagg – Mutti macht das schon – Situation in Südtirol

Pressemitteilung_Kinderbetreuung und Chancengleichheit im ländlichen Raum

In der Diskussionsrunde diskutierten u.a. Landesrätin Deeg, Landesschuldirektorin Falkensteiner, Abteilungsdirektorin Wirtschaft Defant, Unternehmerverbandsdirektor Negri, Jugendring Geschäftsführer Hofer, Koordinatorin Allianz für die Familie Ladurner.

Insbesondere in der aktuellen Situation erhöht sich die Komplexität in der Bewältigung dieses Spagates. Berufstätige Eltern unterstützen nebenher ihre Kinder 24 Stunden und fördern deren Ausbildung.

  • Wird nun die Kinderbetreuung in den Sommerferien – trotz erster Betreuungsangebote – Eltern und vor allem Frauen stärker belasten oder gibt es weitere Unterstützungsangebote?
  • Was ist notwendig, um den regulären Schulbeginn – nicht nur am Vormittag – ab September zu gewährleisten? 
  • Welche Chancen ergeben sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die beschleunigte Digitalisierung der Arbeit? 

Veranstalter: Plattform Land und EURAC Research mit Unterstützung des Südtiroler Wirtschaftsrings, des Südtiroler Jugendrings und der Handelskammer im Rahmen des Projekts FLOW.

Plattform Land: Blick auf erfolgreiches Jahr

Vier Projekte, davon drei neue, zwei Mitgliederversammlungen und jeweils eine Tagung zum generationenübergreifenden Wohnen sowie zu den Ansprüchen der Jugend an das Leben auf dem Land: Die Plattform Land hat auf ihrer Mitgliederversammlung ein positives Fazit gezogen und auf eine umfangreiche Tätigkeit zurückgeblickt. Neuer und alter Präsident ist Andreas Schatzer, sein Stellvertreter Leo Tiefenthaler.

Ein intelligentes Flächenmanagement und der Erhalt der Attraktivität des ländlichen Raumes sind die Schwerpunkte der Plattform Land, der neben dem Südtiroler Bauernbund und dem Gemeindenverband Südtirols das Land Südtirol, die Handelskammer sowie Wirtschafts-, Sozial- und weitere Verbände – insgesamt 15 Mitglieder – angehören.

Neu gestartet ist im letzten Jahr das Projekt „FLOW“, das die Stärkung der lokalen Kreisläufe am Beispiel des Vinschgaus zum Inhalt hat. Unter anderem wurden zwei Gerichte mit Zutaten aus dem Vinschgau kreiert. Im Rahmen von „FLOW“ wird weiters eine „Genderstudie“ zu den Bleibe- bzw. Abwanderungsmotiven von Frauen und Männern durchgeführt. Die Befragung von dreißig ausgewählten Personen ist fast abgeschlossen, im Sommer folgen die Experteninterviews.
Ebenfalls neu ist das Projekt „Impuls4Action“, das die nachhaltige Entwicklung mittels eines Online-Werkzeugkastens in den Bereichen „Wassermanagement, Innenentwicklung und Moorschutz“ unterstützt. Im Juni findet dazu ein Experten-Webinar statt. „Besonders der Klimawandel erfordert Initiativen und maßgeschneiderte Instrumente zum Flächenschutz, zum Wassermanagement und zur Entwicklung grüner Infrastrukturen“, erklärte Präsident Andreas Schatzer.

Mit dem Projekt „SHELTER“ untersucht die Plattform Land die Förderung und die Folgekosten der Innenentwicklung in den Gemeinden. Zudem läuft eine Studie, die die Förderungen der Innenentwicklung im Interreg-Gebiet vergleicht.

Weitergeführt wurde das Projekt „Leerstandsmanagement“. Mittlerweile betreut die Plattform Land 13 Gemeinden bei der Leerstandserhebung. „Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, diese wieder zu nutzen, anstatt neue freie Flächen zu verbauen“, so Schatzer.
Zudem hat die Plattform Land vorgeschlagen, Sanierungsberatungen zu fördern sowie neue Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser oder das Co-housing zu forcieren. Das sollte im neuen Wohnbauförderungsgesetz berücksichtigt werden. Außerdem könnten leerstehende Wohnungen wieder leichter vermietet werden, indem eine öffentliche Gesellschaft die Mietzahlungen garantiert und für Schäden durch den Mieter haftet, ähnlich dem Modell „Sicher vermieten“ in Vorarlberg.

Ein Schwerpunkt im letzten Jahr war auch das Co-working. So hat die Plattform Land eine bessere Unterstützung dieser modernen Form des Arbeitens gefordert, etwa durch einen Landeszuschuss für die laufenden Kosten und für die Ausstattung. „Zudem sollen Gründer- und Innovationszentren im ländlichen Raum längerfristig gefördert werden, damit diese dauerhaft einen Beitrag für die Entwicklung der Bevölkerung und Wirtschaft leisten können, wie etwa beim geplanten Technologiepark in Bruneck oder bei der BASIS in Schlanders“, sagte Plattform-Land-Geschäftsführer Ulrich Höllrigl.

Außerdem betont die Plattform Land den Stellenwert der lokalen Kreisläufe. „Sie sollten verstärkt bei der Vergabe berücksichtigt werden, damit auch einheimische Produzenten und Unternehmen, die Chance haben, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen“, forderte Tiefenthaler.
Aus aktuellem Anlass findet am 24. Juni eine Onlinediskussion zum Thema „Familie & Beruf in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling“ statt.

Im Herbst widmet sich die Plattform Land auf der Jahrestagung der „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“.

Auf der Mitgliederversammlung wurde jüngst ein neuer Vereinsausschuss gewählt. Ihm gehören der Präsident der Handelskammer Michl Ebner, der Präsident des Gemeindenverbands Andreas Schatzer, Landesrat Arnold Schuler, der Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes Leo Tiefenthaler sowie der Präsident von CoopBund Heini Grandi an.
Präsident bleibt auch für die nächsten drei Jahre Andreas Schatzer, sein Stellvertreter wird wieder Leo Tiefenthaler sein. „Wir haben in der abgelaufenen Amtsperiode viele neue Initiativen gestartet. In den nächsten drei Jahren möchten wir diese weiterführen und gleichzeitig neue initiieren. Es gibt noch viel zu tun, um die Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern und den Flächenverbrauch zu reduzieren“, sagte Schatzer auf der ersten Ausschusssitzung.

5.6. Webinar: From Intelligent Land Use to Sustainable Municipalities

Impuls4Action aims to trigger actions to support sustainable development on all levels by providing appropriate tools, raising awareness and finding new models for sustainable soil protection in the Alps.

In three thematic pilot cases:

  1. Water management in Alpine soils,
  2. Inner Development and
  3. Peatlands,

with different impact paths on soils, the project aims to collect data for Toolbox. With workshops, the needs of target groups and relevant stakeholders will be analysed and they will provide the basis for the structure of the toolbox which will merge existing information, integrate results of on-going projects e.g. “Links4Soils” and create cooperation starting from awareness-raising events to involvement of all stakeholders concerned

Friday, 5th June 2020 – Online WEBINAR 10:00 – 13:00

Please fill in this form in order to take part in the workshop.

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10:00 – 10:15    Institutional Greetings

        Luca Masneri, Mayor – Edolo Municipality

Anna Giorgi, Director – CrC Ge.S.Di.Mont., EUSALP AG1 Leader

10:15 – 10:30     Soil conservation in the Alpine Region: state of the art

        European Soil Alliance – Georg Pircher

10:30 – 10:45    The ARPAF Project “Impuls4Action” – From Intelligent Land Use to             Sustainable Municipalities: objectives and activities

        Stanka Klemenčič, KGZS-Zavod Maribor

10:45 – 11:00 Instructions and break out in the three different rooms (Stefano Sala)

11:00 – 12:00 Parallel sessions of the 3 topics

12:00 – 12:15 Sum up session (5 minutes each) of the discussion per topic

12:15 – 13:00 General Discussion – Recommendations regarding soil conservation in the Alpine Region and questions

General moderation: Stefano Sala 

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ROOM 1 – PEATLANDS

11:00 – 12:00     The role of peatlands in the Alpine Region

  • Overview of alpine peatlands, status, network of experts and actors on national, regional and local level

Sylvia Holzträger, University of Applied Science Weihenstephan, Triesdorf

  • Peatlands in Lombardy Region/in Camonica Valley

            Anna Bonettini, Adamello Park         

  • Open discussion/questions

ROOM 2 – WATER RESOURCES

11:00 – 12:00     Water resources management in the Alps

  • New paradigm of water/drought management on the Alpine Soils.

            Mrs. Ph.D. Andreja Sušnik, Slovenian Environment Agency

  • Agricultural water scarcity and water management in the Italian Alps

            Claudio Gandolfi, Department of Agricultural and Environmental Sciences – Production, Landscape, Agroenergy, University of Milan

  • Open discussion/questions

ROOM 3 – INNER DEVELOPMENT

11:00 – 12:00     Urbanization and inner development in the Alpine Region

            André Mallossek, Plattform Land

            Frank Weber, Director of the department for spatial planning in South Tyrol

  • Open discussion/questions

Neuer EU Aufruf für WIFI-Hotspots in Gemeinden

Die Plattform Land macht auf einen laufenden EU-Aufruf für Gemeinden aufmerksam: https://wifi4eu.ec.europa.eu/#/home

Dabei kann jede Gemeinde in der EU um einen einmaligen Betrag von 15.000 € ansuchen, um einen frei zugänglichen öffentlichen WIFI Hotspot in der Gemeinde einzurichten (z.B. am zentralen Dorfplatz). Der Aufruf startet am 3. Juni und läuft bis zur Erschöpfung der Mittel (insgesamt 14 Millionen Euro).

Co-Housing in der Kaserne Schlanders stößt auf reges Interesse

Der vergangene BASIS Stammtisch digital, am 19. Mai 2020 um 19:30 Uhr, wurde zusammen mit Cohousing Südtirol, der Plattform Land und der arch.academy organisiert. Es ist das Auftaktevent einer Veranstaltungsreihe, die in den kommenden Monaten geplant ist. Sinn und Zweck war es die lokale Bevölkerung für das Thema Co-housing zu sensibilisieren und vorzutasten, ob Interesse an einer solchen Wohnform im Schlanderser Kasernenareal besteht.
Am digitalen Stammtisch nahmen mehr als 70 Personen und VertreterInnen aus unterschiedlichen Branchen teil.
Als Gastreferentin war die bekannte Wiener Aktivistin, Architektin und Stadtplanerin Gabu Heindl geladen, die mit einem Impulsreferat zu verschiedenen Co-housing Konzepten in Wien den Diskurs eingeleitet hat. Heindl sprach sich für mehr Solidarität im Wohnbau aus und dass moderner Wohnbau nicht zum Finanzierungsproblem werden darf. Dies war ein wichtiger Punkt, den mehrere TeilnehmerInnen aufgriffen und bejahten. Zumal Wohnbau nicht mehr Spekulation und Bereicherung sein darf, sondern als allgemeines Gut der
Bevölkerung zu Verfügung gestellt werden soll, waren sich alle einig. Zwei VertreterInnen des Co-housing Projektes Cambium in der Steiermark berichteten über ihre Erfahrungen als Bewohnerinnen des Mehrgenerationenhaushaltes. Cambium hatte eine ähnliche Ausgangssituation, wie sie in Schlanders bekannt ist, denn das Wohnprojekt wurde auch in einer ehemaligen Militärkaserne auf dem Land errichtet und zählt nun zu den Best Practice-Beispielen der Co-housing Konzepte in Österreich.
Der Zeitpunkt sich auch in Südtirol zum Thema Wohnen und Bauen Gedanken zu machen ist günstig, da die Landesregierung just im Moment am neuen Wohnbaugesetz arbeitet. Die Plattform Land hat bereits den Vorschlag an die Landesrätin Deeg unterbreitet, im Rahmen der Novellierung des neuen Gesetzes zur Wohnbauförderung neue Wohnformen, wie das Mehrgenerationenhaus im Sinne des Cohousing, aufzunehmen. Diese Bitte wurde laut Stefan Walder, Abteilungsdirektor des Südtiroler Wohnbaus bereits im Entwurf berücksichtigt. Ebenso tritt laut Bürgermeister Pinggera am 1. Juli 2020 der neue Bauplan der Gemeinde Schlanders in Kraft. Weitere Argumente, das für ein Co-housing Projekt im Kasernenareal spricht, ist die Erhaltung der historischen Struktur, das Aufzeigen alternativer Wohnformen für die junge Bevölkerung, das Schaffen einer „Vertauens-Kultur“ und die Ermöglichung des leistbaren Wohnens – so die Gastreferenten und die TeilnehmerInnen.
Eine Umsetzung wäre für Südtirol ein Pilotprojekt und ein erster Schritt einer Öffnung für Wohnbauprojekte für einen kollektiven Mehrwert. Da die Betonerzeugung zu den hauptverantvortlichen CO2-Verursachern gehört, ist das Nutzen bestehender Baukultur ein Akt der Nachhaltigkeit und Verantwortung unserer Nachwelt gegenüber.
BASIS Vischgau Venosta wird nun zusammen mit den anderen Plattformen und der Gemeindeverwaltung die nächsten Schritte in die Wege leiten, um dies umzusetzen. Die Veranstaltung erzeugte positive Resonanz und zeigte großes Interesse vonseiten der Bevölkerung zu diesem Thema auf.

Kampagnen zu lokalen Kreisläufen

Die Mitglieder der Plattform Land sind in der aktuellen Krise bemüht, die darin liegenden Chancen zu nutzen. Daher möchten wir auf die laufenden Kampagnen zu den lokalen Kreisläufen und der lokalen Lebensmittelproduktion verweisen:

mein-dein-unser-lebensraum Südtirol vom hds

gestern heute morgen vom SBB

Jede/r hat es in der eigenen Hand den lebendigen ländlichen (und städtischen) Raum durch die Stärkung der lokalen Kreisläufe zu fördern.

BASIS Stammtisch digital: Co-Housing / Co-Living: Modernes Wohnen & Bauen

Als Einleitung ein kurzes Interview von Gerlinde Haller im RAI Frühstücksradio:

Modernes Wohnen – Zeitgemäß Bauen und Leben

am Dienstag, den 19. Mai von 19:30 bis 21:00 Uhr online!

Wie funktionieren Wohnmodelle der Zukunft? Welche Potentiale gibt es in unserer Region?

Den Online-Zugang findet Ihr auf der Seite von BASIS Vinschgau Venosta:

https://basis.space/events/6-basis-stammtisch-digital/

Programm

Einstieg und Begrüßung
Was ist der Stammtisch, kurze Vorstellung von BASIS Vinschgau Venosta und der Begrifflichkeiten Co-housing/Co-living

Hauptteil
Kurze Inputs vonseiten der Experten, Praxisbeispiele, moderierte offene Diskussion und Erfahrungsausstausch der TeilnehmerInnen

Abschluss
Zusammenfassung der Argumente, Danksagung, Fortsetzung und Nachbericht

Die Veranstaltung wird von BASIS Vinschgau Venosta in Zusammenarbeit mit der Plattform Land, Cohousing Südtirol und arch.academy organsiert.

Der offene Stammtisch wird die erste Veranstaltung zu diesem Thema sein. In den kommenden Monaten werden daran angelehnt Folgeevents stattfinden, um ein nachhaltiges Gesamtkonzept zu entwickeln.

Krise ist Chance für den ländlichen Raum

In der aktuellen Krise sieht die Plattform Land auch Chancen für den ländlichen Raum. Das Bewusstsein für lokale Kreisläufe und für funktionierende Basisdienste, wie Gesundheitsvorsorge, Pflege, Nahversorgung oder schnelles Internet steigt in dieser Zeit deutlich. Südtirol verfügt im Vergleich zum restlichen Alpenraum über ein gutes Netzwerk im ländlichen Raum. Dennoch sind weitere konkrete Unterstützungen nun notwendig.

Der Präsident der Plattform Land, Andreas Schatzer, begrüßt das Wirtschafts- und Sozialpaket der Südtiroler Landesregierung für Arbeit, Wirtschaft, Familien und Ehrenamt. „Wichtig ist eine ausbalancierte Verteilung der Hilfen zwischen den unterschiedlichen Gruppen in der Bevölkerung unter besonderer Berücksichtigung der Familien mit Kindern, denen bis auf Weiteres Betreuungsmöglichkeiten für diese fehlen.“

Gute Chancen nach der Krise sieht die Plattform Land für junge auf neue Formen der Zusammenarbeit setzende Unternehmen und sektorenübergreifende Initiativen. Derzeit haben bestehende junge Unternehmen besonders unter der Krise zu leiden, da sie häufig noch kaum Rücklagen bilden konnten. Angesichts der kollektiven Homeoffice-Erfahrung für viele Menschen ist zudem ein Digitalisierungsschub zu erwarten. Dafür müssen nun jedoch mit Hochdruck die „letzte Meile“ beim schnellen Internet verwirklicht und – sofern Glasfaser nicht möglich/sinnvoll ist -, passgenaue Funklösungen für abgelegene Fraktionen, Weiler und Höfe realisiert werden, damit auch digital niemand zurückbleibt. Jeder Haushalt und jeder Betrieb in Südtirol soll die gleichen Chancen haben.

Ein Beispiel sind die Co-working-spaces in Südtirol. Diese erst vor kurzem etablierten auf Zusammenarbeit angelegten Arbeitsplattformen stärken dank der Digitalisierung die Arbeitsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Erst im Februar hat der Landtag einen Beschluss zwecks Unterstützung derselben gefasst. „Hier brauchen wir eine zeitnahe Unterstützung, etwa durch einen Zuschuss zu den Führungskosten für die ersten Jahre.“

Auch im Bereich der Verwaltung gilt es, die Initiative der Plattform Land zur teilweisen Verlagerung von Ämtern in die Peripherie – so wie es der Landtag bereits 2017 beschlossen hat – voranzutreiben. So können für die Bürgerinnen und Bürger wohnortnahe Arbeitsmöglichkeiten und multifunktionale Servicezentren im ländlichen Raum entstehen.

Eindrucksvoll zeigt sich derzeit auch die Bedeutung einer kapillaren Nahversorgung mit Geschäften in allen Ortschaften als Teil der lokalen Kreisläufe, die es noch mehr – insbesondere im Hinblick auf lokale Produkte – zu unterstützen gilt. Dafür braucht es auch eine gute Logistik und eine starke heimische Landwirtschaft, die die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen kann. Dies alles trägt zur Verkehrsvermeidung bei und ist somit ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit. „In allen Sektoren sind dabei die Familienbetriebe eine große Stütze“, sagt Leo Tiefenthaler, der Vizepräsident der Plattform Land.

Ein Dank spricht die Plattform Land den tagtäglich im Einsatz stehenden Menschen aus, die auch in diesen Zeiten den ländlichen Raum lebendig erhalten.