Richtlinien Leerstand vom Land verabschiedet

Am 17. Mai 2022 hat nun die Landesregierung die „Richtlinien Leerstand“ samt Erhebungsbogen einheitlich für alle Gemeinden festgelegt. Dem ging das Pilotprojekt Leerstandsmanagement der Plattform Land voraus, in welchem in inzwischen 20 Gemeinden die Leerstände erhoben wurden bzw. werden. Diejenigen Gemeinden, welche die Leerstandserhebung bereits mit der Plattform Land durchgeführt haben, müssen den neuen Standard nicht rückwirkend anwenden, jedoch bei einer zukünftigen Erhebung berücksichtigen.

2. Bewerbungsrunde Plattform Land Sanierungsberatung – für Gemeinden – Deadline 30. Juni 2022

Die Plattform Land startet nun mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse und in Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten die zweite Runde der Sanierungsberatung für Gemeinden. Interessierte Gemeinden müssen sich dafür mit ihrem konkreten Sanierungsobjekt an die Plattform Land wenden. Wer von einer Jury ausgewählt wird, erhält eine fachkundige Sanierungsberatung durch erfahrene Architektinnen und Architekten.

Wie bereits Im Winter 2022 bietet die Plattform Land erneut eine Sanierungsberatung an. Diesmal nur für Gemeinden, damit wertvoller Grund gespart, das Ortsbild verbessert und vor allem auch die Innenbereiche der Gemeinden wieder vermehrt belebt werden können. Interessierte Gemeinden können sich dafür per E-Mail an die Plattform Land (info@plattformland.org) wenden, online eine Checkliste ausfüllen und die geforderten Unterlagen zusenden.
Eine Jury wählt in der Folge die interessantesten Sanierungsobjekte aus. Die Gemeinden erhalten dann eine professionelle Beratung durch Fachleute der Kammer der Architekten.
Die Kosten für 20 Beratungsstunden betragen für die Gemeinden 1.250 Euro zzgl. MwSt.
Die Sanierungsobjekte der Gemeinden sollten Vorbildcharakter haben: Es können auch verschiedene innovative Geschäfts- und Wohnmodelle angedacht werden, wie zum Beispiel Pop-up-Stores (Kurzzeitgeschäfte), Cohousing und Coworking (gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten) und Mehrgenerationenhäuser. Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2022.
Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.plattformland.org/plattform-land-sanierungsberatung.

PNRR-Ausschreibung zur ländlichen Architektur – (verlängert) bis 15 Juni online einreichen

Aktuell läuft ein PNRR-Aufruf zur ländlichen Architektur, bei der 5,5 Mio. € für Südtirol bereitstehen. Vor allem ländliche Gebäude und Artefakte können mit bis zu max. 150.000 € gefördert werden.

Privatpersonen, Unternehmen und Vereine des Dritten Sektors können nun bis 15. Juni einen Antrag zur ländlichen Architektur online einreichen. Hier sind vor allem die Eigentümer von Gebäuden im ländlichen Grün gefragt, da vorrangig ländliche Wohnhäuser, Ställe, Scheunen, Mühlen, Brunnen, Zäune, Kapellen und Votivheiligtümer außerhalb der bebauten Ortskerne/Bauzonen gefördert werden. Zuerst eingehende Anträge haben Vorrang sofern sie die Mindestpunktzahl von 60/100 Punkten erreichen. Es lohnt sich also schnell einreichen. Die genauen Modalitäten der Online-Einreichung findet man auf der Webseite des Landes: https://www.provinz.bz.it/politik-recht-aussenbeziehungen/europa/eu-foerderungen/offene-ausschreibungen/laendliche-architektur.asp

Hier finden Sie eine zusammenfassende Präsentation PNRR_ländliche Architektur.

Es empfiehlt sich für diejenigen, welche die Plattform Land-Sanierungsberatung in Anspruch genommen haben – sofern sie die Kriterien erfüllen -, sich rasch mit den Beraterarchitekten bzw. den Planerinnen zusammenzusetzen, um den Antrag einzureichen.

Online-Lehrgang „multidisziplinäre Gemeindeentwicklung“ 19.5.-15.6.

Die Plattform Land bietet in Kooperation mit der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft einen Online-Lehrgang zum Gemeindeentwicklungsprogramm an:

Programm multidisziplinäre Gemeindeentwicklung

Das neue Gesetz für Raum und Landschaft verlangt von allen Südtiroler Gemeinden die Ausarbeitung und partizipative Umsetzung eines Gemeindeentwicklungsprogramms. Dazu braucht es multidisziplinäres Fachwissen. Dieser Online-Lehrgang verschafft Ihnen einen Überblick über diese komplexe Materie dank verschiedener Fachleute aus Verwaltung, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt, immer mit Bezug zum Gemeindeentwicklungsprogramm (inkl. des technischen Leitfadens).

Start ist der 19. Mai um 14 Uhr. Danach wöchentlich Mittwochnachmittag von 14-17 Uhr bis 15. Juni. Fakultativ erfolgt am 4.8. eine Exkursion zu Südtiroler Gemeinden. Kosten insgesamt 100 € plus MwSt.

Anmeldung über die SBB-Weiterbildung bis 16. Mai: weiterbildung@sbb.it

 

 

Jahrestagung Plattform Land „Zukunft Land“ am 26. Mai am Ritten

Das Comeback des ländlichen Raums

Der ländliche Raum stand lange Zeit vor Fragen wie Abwanderung, Landflucht, Braindrain. Inzwischen hat sich dieser Trend umgekehrt – nicht zuletzt auch wegen den Erfahrungen in der Coronapandemie. Was sind nun die konkreten Herausforderungen für eine resiliente Zukunft des ländlichen Raums? Wo gibt es bereits gelungene Ansätze?

Donnerstag, 26. Mai 2022, 9.00 – 13:00 Uhr im Haus der Familie, Ritten: www.hdf.it

Programm Jahrestagung 2022

Anmeldung bis 20. Mai an: info@plattformland.org

 

GIS-Erhöhung für Leerstände ist Schritt in richtige Richtung

Seit 2017 setzt sich die Plattform Land für eine bessere Nutzung von Leerständen ein. Die kürzlich beschlossene GIS-Erhöhung für Leerstände ist da ein wichtiger und konkreter Schritt in Richtung Wiederbenutzung. Weitere Maßnahmen müssen aber folgen.

 Neben dem Erhalt der Attraktivität des ländlichen Raumes setzt sich die Plattform Land, die von mittlerweile 16 Sozial- und Wirtschaftsorganisationen und dem Land getragen wird, seit ihrer Gründung für eine intelligente Flächennutzung in Südtirol ein. Dazu läuft u. a. seit 2017 das Pilotprojekt „Leerstandsmanagement“. In 19 Gemeinden wurden mittlerweile die Leerstände erhoben. „Ziel ist es, die Kriterien für den Leerstand mit dem zuständigen Landesamt landesweit einheitlich zu definieren, die Leerstände zu erheben und sie letztlich wieder einer Nutzung zuzuführen, anstatt neues Bauland zu erschließen“, erklärte der Präsident der Plattform Land, Andreas Schatzer.

Eine höhere GIS für Leerstände einzuheben, sei ein weiterer Anreiz, Leerstände wieder zu nutzen, ist die Plattform Land überzeugt. Daher ist die GIS-Erhöhung für Leerstände ein Schritt in die richtige Richtung. „Die Plattform Land begrüßt die vom Land Südtirol gesetzten Schritte der Leerstandserhebung und der GIS-Erhöhung für Leerstände. Zudem soll auch demnächst der einheitliche Standard für die Leerstandskategorien durch das Land für alle Gemeinden beschlossen werden. Hier hat sich die Pionierarbeit der Plattform Land ausgezahlt, nicht nur für den ländlichen Raum, sondern für ganz Südtirol“, erklärte der Präsident Andreas Schatzer. Für den Vizepräsidenten der Plattform Land, Leo Tiefenthaler, „ist es ist zudem wichtig, dass die Mehreinnahmen aus der GIS-Erhöhung der jeweiligen Gemeinde zugutekommen und für den Bereich ‚Wohnen‘ zweckgebunden werden.“

Aus Sicht der Plattform Land wäre es wünschenswert, wenn nun noch weitere Gemeinden das Leerstandsmanagement aktiv angehen und Leerstände mittels Sanierung in Vorzeigeobjekte, welche einen Nutzen für die Allgemeinheit haben, umwandeln würden. „Man darf durchaus die Pflicht zur Leerstandserhebung gemäß Gesetz für Raum und Landschaft und die GIS-Erhöhung sowie die Sanierungsförderungen auch als Chance verstehen, unsere Landschaft und Orte noch mehr in Wert zu setzen“, sagte der Geschäftsführer der Plattform Land, Ulrich Höllrigl.
Ein zusätzlicher Anreiz und deshalb aus Sicht der Plattform Land zu begrüßen ist sicherlich auch der angedachte Garantiefonds bei der Wiedervermietung von Leerständen, welcher den Vermietern mehr Sicherheit bei Mietausfällen bzw. Beschädigungen des Mietobjekts gibt.

Ebenso wichtig ist eine gezielte Sanierungsberatung für Leerstände. Mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse und in Kooperation mit der Kammer der Architekten hat die Plattform Land eine Sanierungsberatung ins Leben gerufen – für Private wie Gemeinden. Gefordert wäre hier auch das Land, das ähnlich wie in Vorarlberg Sanierungslotsen finanzieren könnte.

Demnächst folgt der zweite Aufruf zur Plattform-Land-Sanierungsberatung für Gemeinden.

Referate, Berichte und Fotos vom Workshop „nachhaltig Bauen & Sanieren“ am 8. April an der BASIS Vinschgau


Im Rahmen des EU-Projekts SHELTER und in Zusammenarbeit mit dem EU-Projekt Tiny FOP MOB fand am 8. April ein Praxisworkshop „nachhaltig Bauen & Sanieren“ an der BASIS Vinschgau statt. Ziel war die Sensibilisierung der wichtigsten Akteure im Bereich bauen & sanieren

Die Referate:

  1. Bedeutung von regionalem Holz beim Bauen und Sanieren, Peter Erlacher
  2. Erhalten & Reparieren – Sanieren mit nachhaltigen und ökologischen Materialien, Alexandra Troi
  3. Förderung nachhaltiger Sanierung, André Mallossek

Pressemitteilung

theoretische Vorträge                                        Praktische Materialien & Unternehmen

Feuertest Materialien

Pressemitteilung: Plattform Land startet Sanierungsberatung für Private und Gemeinden – Bewerbungsfrist bis 28.02.22

Die Plattform Land startet mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse und in Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten eine Sanierungsberatung für Private und Gemeinden. Interessierte müssen sich dafür mit ihrem konkreten Sanierungsobjekt an die Plattform Land wenden. Wer von einer Jury ausgewählt wird, erhält eine fachkundige Sanierungsberatung durch erfahrene Architektinnen und Architekten.

Damit wertvoller Grund gespart, das Ortsbild verbessert und vor allem auch die Innenbereiche der Gemeinden wieder vermehrt belebt werden, bietet die Plattform Land ab sofort eine Sanierungsberatung an. Interessierte Bürgerinnen und Bürger wie auch Gemeinden können sich dafür per E-Mail an die Plattform Land (info@plattformland.org) wenden, online eine Checkliste ausfüllen und die geforderten Unterlagen zusenden.
Eine Jury wählt in der Folge die interessantesten Sanierungsobjekte aus. Die Eigentümer erhalten dann eine professionelle Beratung durch Fachleute der Kammer der Architekten. „Die Erfahrungen aus Vorarlberg und anderswo haben gezeigt, dass sich gut beratene Eigentümer häufig für eine Sanierung entscheiden. Ob ein Objekt saniert wird oder nicht, entscheidet letztlich natürlich immer die Eigentümerin bzw. der Eigentümer“, erklärte Ulrich Höllrigl, der Geschäftsführer der Plattform Land. Das neue Angebot der Plattform Land diene dazu, den Interessierten alle Informationen zu vermitteln, die für eine gute Entscheidung nötig seien.
Dank der Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse belaufen sich die Kosten für Privatpersonen auf lediglich 300 Euro zzgl. MwSt. für 15 Beratungsstunden. Gemeinden zahlen 1.250 Euro zzgl. MwSt. für 20 Beratungsstunden.
Bürgerinnen und Bürger können für jegliche Sanierung von Gebäuden ansuchen, Gemeinden nur für Sanierungen von Leerständen. Die Sanierungsobjekte der Gemeinden sollten Vorbildcharakter haben: Es können auch verschiedene innovative Geschäfts- und Wohnmodelle angedacht werden, wie zum Beispiel Pop-up-Stores (Kurzzeitgeschäfte), Cohousing und Coworking (gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten) und Mehrgenerationenhäuser. Bewerbungsfrist wurde verlängert bis 28. Februar 2022.
Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.plattformland.org/plattform-land-sanierungsberatung/.

Inhalte des Webinars „Spannungsfeld Flächenziele & Siedlungsgrenze“ vom 15.12.21

Unten stehend finden Sie die Inhalte des Webinars vom 15. Dezember 2021.

Programm „Spannungsfeld Flächenziele & Siedlungsgrenze“

1_Flächenziele Alpenraum_Lintzmeyer

2_Veneto_Rigenerazione Urbana_Marinelli

3_Flächensparoffensive Bayern_Hoffmann

4_Südtirol_Einschränkung des Bodenverbrauchs_Polo

5_Pilotgemeinde Gemeindeentwicklung Taufers i.M._Gunsch

Pressemitteilung

Am Ende soll die „Netto-Null“ stehen

Bis 2050 sollen alle EU-Staaten das Flächenverbrauchsziel „Netto-Null“ erreichen. In Südtirol setzt die Politik auf den Gemeindeentwicklungsplan und die Abgrenzung des Siedlungsgebietes. Was das Flächensparen für Land und Gemeinden bedeutet und wie andere Alpenstaaten den Flächenverbrauch reduzieren, war Thema eines Webinars der Plattform Land.

Die EU macht in Sachen Flächenschutz Ernst: Bis 2050 sollen alle EU-Staaten die Verbauung von Grund und Boden auf „Netto-Null“ bringen. Derzeit sind die Länder aber noch weit davon entfernt, wurde auf dem Webinar „Spannungsfeld Flächenziele & Siedlungsgrenze“ der Plattform Land deutlich.
Südtirol will mit den Gemeindeentwicklungsplänen und der Abgrenzung des Siedlungsgebietes, wie im neuen Landesgesetz für Raum und Landschaft vorgesehen, den Flächenverbrauch reduzieren. „Das ist besonders für die Gemeinden eine große Herausforderung. Auf der einen Seite müssen wir unbedingt die Natur- und Kulturflächen schützen, auf der anderen Seite müssen wir aber auch eine Entwicklung zulassen und dem prognostizierten Bevölkerungswachstum in Südtirol Rechnung tragen“, erklärte Andreas Schatzer, der Präsident der Plattform Land. Die große Frage in den Gemeinden wird daher sein, wo die Siedlungsgrenze gezogen werden soll. „Der Grundsatz lautet, dass zukünftig vorwiegend innerhalb der Siedlungsgrenzen gebaut wird. Außerhalb des Siedlungsraumes soll ein Bauen nur mehr in Ausnahmefällen möglich sein, um die Landschaft zu schützen.“
Der Gemeindeentwicklungsplan, der u. a. die Siedlungsgrenzen vorsieht, soll in den Gemeinden in einem partizipativen Prozess erarbeitet werden – so auch in Taufers i. M. In der Vinschger Gemeinde wurden durch die Plattform Land die Leerstände erhoben. „Bei einem Tag der Innenentwicklung wurden Beispiele erfolgreicher Innenentwicklung gezeigt und kostenlose Beratungen angeboten. Zudem haben wir Treffen mit Interessensgruppen, Themenstammtische und einen Workshop mit Jugendlichen organisiert“, berichtete Roselinde Gunsch, Bürgermeisterin von Taufers i. M. Als Diskussionsgrundlage gibt es eine Broschüre zum Gemeindeentwicklungsplan.
Dass in Südtirol eine Beschränkung des Bodenverbrauchs nötig ist, unterstrich Carlotta Polo, Direktorin des Amtes für Gemeindeplanung. „Nur mehr 3,7 Prozent der Gesamtfläche Südtirols stehen für eine zusätzliche Besiedelung zur Verfügung.“ Die geringe Fläche liege natürlich auch daran, dass große Teile Südtirols Berge, steiles Gelände usw. sind und von vorneherein nicht genutzt werden können.
Mit der Siedlungsgrenze solle zukünftig der Siedlungsbereich von der Landschaft getrennt werden. Die Siedlungen sollen möglichst kompakt und geschlossen sein. Neu im Gemeindeentwicklungsplan ist, dass bei der Bedarfsberechnung neben den statistischen Daten auch politische Ziele stärker berücksichtigt werden. Damit kann z. B. ein starkes Wachstum von Gemeinden in Stadtnähe gebremst oder in strukturschwächeren Gemeinden mehr Wachstum zugelassen werden. Wesentlich ist für Polo, die bereits gewidmeten, aber noch nicht genutzten Flächen, sowie leerstehende Bausubstanz stärker zu nutzen. Die Ausweisung von Bauflächen nach Bedarf mache Sinn.
Gemeinsam ist fast allen Alpenländern das „Netto-Null“-Ziel im Jahr 2050. Die Ansätze zur Erreichung dieser Ziele sind aber von Land zu Land recht unterschiedlich, fasste Florian Lintzmeyer von Ifuplan zusammen. „In einigen Ländern wird der Flächenverbrauch gedeckelt, andere Länder definieren Restverbrauchsflächen. Und wieder andere Länder arbeiten mit Siedlungsgrenzen, um den Flächenverbrauch langfristig einzuschränken.“ Ein wichtiges Jahr werde das Jahr 2030: „Bis dahin soll der Flächenverbrauch bereits deutlich reduziert werden. Gleichzeitig soll überprüft werden, ob die Instrumente zum Flächensparen wirken.“
Bayern will mit einer Flächensparoffensive den Verbrauch deutlich einschränken. „Derzeit werden täglich 11,6 Hektar Flächen verbraucht, bis 2030 soll die Flächennutzung auf fünf Hektar täglich sinken“, berichtete Clara Hoffmann vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Erreichen will Bayern das ambitionierte Ziel durch Information, Sensibilisierung und die Förderung des Flächensparen. Zudem werde der Nutzung von Bestandsvolumen Vorrang gegeben. „Für neue Flächen braucht es einen Bedarfsnachweis.“ Interessant sind die Flächensparmanager, die vor Ort die politisch Verantwortlichen beraten.
Im Veneto sind die 575 Gemeinden beim Flächensparen gefordert. Die Bemühungen zeigen bereits eine erfreuliche Entwicklung: „In den letzten vier Jahren hat der Flächenverbrauch deutlich abgenommen – von 1.140 Hektar im Jahr 2017 auf 683 Hektar im Jahr 2020“, zeigte sich Francesco Marinelli von Ecoaction erfreut. 2050 soll auch im Veneto beim Flächenverbrauch die „Netto-Null“ stehen.
In der abschließenden Diskussionsrunde sprachen Ressortdirektor Frank Weber, Angelika Mair von Kollektiv2020 und Thomas Schuster, Bürgermeister von Rasen-Antholz, über die Herausforderungen des Flächensparens für die Landesverwaltung, die Gemeinden und die Planer.

Plattform Land gewinnt erneut Auszeichnung für das Leerstandsmanagement!

Im Rahmen des diesjährige Projektwettbewerb Land.Voraus! des Netz der Regionen dank Unterstützung des deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist die Plattform Land für Ihr Leerstandsmanagement als eines von 12 Projekten unter 400 Bewerbungen aus den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Südtirol) ausgewählt worden!

Die Informationen zu unserem Projekt werden nun unter anderen durch einen Tischkalender und auf der Onlineplattform des Netzes der Regionen dargestellt. Der Tischkalender mit allen 12 ausgezeichneten Projekten wird im Rahmen des Land.Voraus! Ideenpaket an 520 Landkreise, Bezirke und Kantone in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie an alle 321 deutschen LEADER-Regionen verschickt. Weitere Infos zum Netz der Regionen gibt es hier: Netz der Regionen | Netz-der-Regionen

Dies ist nun nach der Auszeichnung durch Legambiete im Sommer 2021 bereits die zweite für unser Leerstandsmanagement. Dafür bedanken wir uns bei allen, die zum Erfolg des Leerstandsmanagements beigetragen haben, an erster Stelle unseren inzwischen 19 Pilotgemeinden, dem Gemeindenverband, welcher die Software betreut und der zuständigen Landesverwaltung, mit welcher wir im ständigen Austausch stehen, um ein landeseinheitliches Vorgehen zu erreichen.