Neuer EU Aufruf für WIFI-Hotspots in Gemeinden

Die Plattform Land macht auf einen laufenden EU-Aufruf für Gemeinden aufmerksam: https://wifi4eu.ec.europa.eu/#/home

Dabei kann jede Gemeinde in der EU um einen einmaligen Betrag von 15.000 € ansuchen, um einen frei zugänglichen öffentlichen WIFI Hotspot in der Gemeinde einzurichten (z.B. am zentralen Dorfplatz). Der Aufruf startet am 3. Juni und läuft bis zur Erschöpfung der Mittel (insgesamt 14 Millionen Euro).

5.6. Webinar: From Intelligent Land Use to Sustainable Municipalities

Impuls4Action aims to trigger actions to support sustainable development on all levels by providing appropriate tools, raising awareness and finding new models for sustainable soil protection in the Alps.

In three thematic pilot cases:

  1. Water management in Alpine soils,
  2. Inner Development and
  3. Peatlands,

with different impact paths on soils, the project aims to collect data for Toolbox. With workshops, the needs of target groups and relevant stakeholders will be analysed and they will provide the basis for the structure of the toolbox which will merge existing information, integrate results of on-going projects e.g. “Links4Soils” and create cooperation starting from awareness-raising events to involvement of all stakeholders concerned

Friday, 5th June 2020 – Online WEBINAR 10:00 – 13:00

Please fill in this form in order to take part in the workshop.

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10:00 – 10:15    Institutional Greetings

        Luca Masneri, Mayor – Edolo Municipality

Anna Giorgi, Director – CrC Ge.S.Di.Mont., EUSALP AG1 Leader

10:15 – 10:30     Soil conservation in the Alpine Region: state of the art

        European Soil Alliance – Georg Pircher

10:30 – 10:45    The ARPAF Project “Impuls4Action” – From Intelligent Land Use to             Sustainable Municipalities: objectives and activities

        Stanka Klemenčič, KGZS-Zavod Maribor

10:45 – 11:00 Instructions and break out in the three different rooms (Stefano Sala)

11:00 – 12:00 Parallel sessions of the 3 topics

12:00 – 12:15 Sum up session (5 minutes each) of the discussion per topic

12:15 – 13:00 General Discussion – Recommendations regarding soil conservation in the Alpine Region and questions

General moderation: Stefano Sala 

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ROOM 1 – PEATLANDS

11:00 – 12:00     The role of peatlands in the Alpine Region

  • Overview of alpine peatlands, status, network of experts and actors on national, regional and local level

Sylvia Holzträger, University of Applied Science Weihenstephan, Triesdorf

  • Peatlands in Lombardy Region/in Camonica Valley

            Anna Bonettini, Adamello Park         

  • Open discussion/questions

ROOM 2 – WATER RESOURCES

11:00 – 12:00     Water resources management in the Alps

  • New paradigm of water/drought management on the Alpine Soils.

            Mrs. Ph.D. Andreja Sušnik, Slovenian Environment Agency

  • Agricultural water scarcity and water management in the Italian Alps

            Claudio Gandolfi, Department of Agricultural and Environmental Sciences – Production, Landscape, Agroenergy, University of Milan

  • Open discussion/questions

ROOM 3 – INNER DEVELOPMENT

11:00 – 12:00     Urbanization and inner development in the Alpine Region

  • Latest developments in South Tyrol, subsidies for restoration (first results INTERREG Italy-Austria)

            André Mallossek, Plattform Land

  • New spatial planning law in South Tyrol and containment of settlements

            Frank Weber, Director of the department for spatial planning in South Tyrol

  • Open discussion/questions

Co-Housing in der Kaserne Schlanders stößt auf reges Interesse

Der vergangene BASIS Stammtisch digital, am 19. Mai 2020 um 19:30 Uhr, wurde zusammen mit Cohousing Südtirol, der Plattform Land und der arch.academy organisiert. Es ist das Auftaktevent einer Veranstaltungsreihe, die in den kommenden Monaten geplant ist. Sinn und Zweck war es die lokale Bevölkerung für das Thema Co-housing zu sensibilisieren und vorzutasten, ob Interesse an einer solchen Wohnform im Schlanderser Kasernenareal besteht.
Am digitalen Stammtisch nahmen mehr als 70 Personen und VertreterInnen aus unterschiedlichen Branchen teil.
Als Gastreferentin war die bekannte Wiener Aktivistin, Architektin und Stadtplanerin Gabu Heindl geladen, die mit einem Impulsreferat zu verschiedenen Co-housing Konzepten in Wien den Diskurs eingeleitet hat. Heindl sprach sich für mehr Solidarität im Wohnbau aus und dass moderner Wohnbau nicht zum Finanzierungsproblem werden darf. Dies war ein wichtiger Punkt, den mehrere TeilnehmerInnen aufgriffen und bejahten. Zumal Wohnbau nicht mehr Spekulation und Bereicherung sein darf, sondern als allgemeines Gut der
Bevölkerung zu Verfügung gestellt werden soll, waren sich alle einig. Zwei VertreterInnen des Co-housing Projektes Cambium in der Steiermark berichteten über ihre Erfahrungen als Bewohnerinnen des Mehrgenerationenhaushaltes. Cambium hatte eine ähnliche Ausgangssituation, wie sie in Schlanders bekannt ist, denn das Wohnprojekt wurde auch in einer ehemaligen Militärkaserne auf dem Land errichtet und zählt nun zu den Best Practice-Beispielen der Co-housing Konzepte in Österreich.
Der Zeitpunkt sich auch in Südtirol zum Thema Wohnen und Bauen Gedanken zu machen ist günstig, da die Landesregierung just im Moment am neuen Wohnbaugesetz arbeitet. Die Plattform Land hat bereits den Vorschlag an die Landesrätin Deeg unterbreitet, im Rahmen der Novellierung des neuen Gesetzes zur Wohnbauförderung neue Wohnformen, wie das Mehrgenerationenhaus im Sinne des Cohousing, aufzunehmen. Diese Bitte wurde laut Stefan Walder, Abteilungsdirektor des Südtiroler Wohnbaus bereits im Entwurf berücksichtigt. Ebenso tritt laut Bürgermeister Pinggera am 1. Juli 2020 der neue Bauplan der Gemeinde Schlanders in Kraft. Weitere Argumente, das für ein Co-housing Projekt im Kasernenareal spricht, ist die Erhaltung der historischen Struktur, das Aufzeigen alternativer Wohnformen für die junge Bevölkerung, das Schaffen einer „Vertauens-Kultur“ und die Ermöglichung des leistbaren Wohnens – so die Gastreferenten und die TeilnehmerInnen.
Eine Umsetzung wäre für Südtirol ein Pilotprojekt und ein erster Schritt einer Öffnung für Wohnbauprojekte für einen kollektiven Mehrwert. Da die Betonerzeugung zu den hauptverantvortlichen CO2-Verursachern gehört, ist das Nutzen bestehender Baukultur ein Akt der Nachhaltigkeit und Verantwortung unserer Nachwelt gegenüber.
BASIS Vischgau Venosta wird nun zusammen mit den anderen Plattformen und der Gemeindeverwaltung die nächsten Schritte in die Wege leiten, um dies umzusetzen. Die Veranstaltung erzeugte positive Resonanz und zeigte großes Interesse vonseiten der Bevölkerung zu diesem Thema auf.

Kampagnen zu lokalen Kreisläufen

Die Mitglieder der Plattform Land sind in der aktuellen Krise bemüht, die darin liegenden Chancen zu nutzen. Daher möchten wir auf die laufenden Kampagnen zu den lokalen Kreisläufen und der lokalen Lebensmittelproduktion verweisen:

mein-dein-unser-lebensraum Südtirol vom hds

gestern heute morgen vom SBB

Jede/r hat es in der eigenen Hand den lebendigen ländlichen (und städtischen) Raum durch die Stärkung der lokalen Kreisläufe zu fördern.

BASIS Stammtisch digital: Co-Housing / Co-Living: Modernes Wohnen & Bauen

Als Einleitung ein kurzes Interview von Gerlinde Haller im RAI Frühstücksradio:

Modernes Wohnen – Zeitgemäß Bauen und Leben

am Dienstag, den 19. Mai von 19:30 bis 21:00 Uhr online!

Wie funktionieren Wohnmodelle der Zukunft? Welche Potentiale gibt es in unserer Region?

Den Online-Zugang findet Ihr auf der Seite von BASIS Vinschgau Venosta:

https://basis.space/events/6-basis-stammtisch-digital/

Programm

Einstieg und Begrüßung
Was ist der Stammtisch, kurze Vorstellung von BASIS Vinschgau Venosta und der Begrifflichkeiten Co-housing/Co-living

Hauptteil
Kurze Inputs vonseiten der Experten, Praxisbeispiele, moderierte offene Diskussion und Erfahrungsausstausch der TeilnehmerInnen

Abschluss
Zusammenfassung der Argumente, Danksagung, Fortsetzung und Nachbericht

Die Veranstaltung wird von BASIS Vinschgau Venosta in Zusammenarbeit mit der Plattform Land, Cohousing Südtirol und arch.academy organsiert.

Der offene Stammtisch wird die erste Veranstaltung zu diesem Thema sein. In den kommenden Monaten werden daran angelehnt Folgeevents stattfinden, um ein nachhaltiges Gesamtkonzept zu entwickeln.

Krise ist Chance für den ländlichen Raum

In der aktuellen Krise sieht die Plattform Land auch Chancen für den ländlichen Raum. Das Bewusstsein für lokale Kreisläufe und für funktionierende Basisdienste, wie Gesundheitsvorsorge, Pflege, Nahversorgung oder schnelles Internet steigt in dieser Zeit deutlich. Südtirol verfügt im Vergleich zum restlichen Alpenraum über ein gutes Netzwerk im ländlichen Raum. Dennoch sind weitere konkrete Unterstützungen nun notwendig.

Der Präsident der Plattform Land, Andreas Schatzer, begrüßt das Wirtschafts- und Sozialpaket der Südtiroler Landesregierung für Arbeit, Wirtschaft, Familien und Ehrenamt. „Wichtig ist eine ausbalancierte Verteilung der Hilfen zwischen den unterschiedlichen Gruppen in der Bevölkerung unter besonderer Berücksichtigung der Familien mit Kindern, denen bis auf Weiteres Betreuungsmöglichkeiten für diese fehlen.“

Gute Chancen nach der Krise sieht die Plattform Land für junge auf neue Formen der Zusammenarbeit setzende Unternehmen und sektorenübergreifende Initiativen. Derzeit haben bestehende junge Unternehmen besonders unter der Krise zu leiden, da sie häufig noch kaum Rücklagen bilden konnten. Angesichts der kollektiven Homeoffice-Erfahrung für viele Menschen ist zudem ein Digitalisierungsschub zu erwarten. Dafür müssen nun jedoch mit Hochdruck die „letzte Meile“ beim schnellen Internet verwirklicht und – sofern Glasfaser nicht möglich/sinnvoll ist -, passgenaue Funklösungen für abgelegene Fraktionen, Weiler und Höfe realisiert werden, damit auch digital niemand zurückbleibt. Jeder Haushalt und jeder Betrieb in Südtirol soll die gleichen Chancen haben.

Ein Beispiel sind die Co-working-spaces in Südtirol. Diese erst vor kurzem etablierten auf Zusammenarbeit angelegten Arbeitsplattformen stärken dank der Digitalisierung die Arbeitsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Erst im Februar hat der Landtag einen Beschluss zwecks Unterstützung derselben gefasst. „Hier brauchen wir eine zeitnahe Unterstützung, etwa durch einen Zuschuss zu den Führungskosten für die ersten Jahre.“

Auch im Bereich der Verwaltung gilt es, die Initiative der Plattform Land zur teilweisen Verlagerung von Ämtern in die Peripherie – so wie es der Landtag bereits 2017 beschlossen hat – voranzutreiben. So können für die Bürgerinnen und Bürger wohnortnahe Arbeitsmöglichkeiten und multifunktionale Servicezentren im ländlichen Raum entstehen.

Eindrucksvoll zeigt sich derzeit auch die Bedeutung einer kapillaren Nahversorgung mit Geschäften in allen Ortschaften als Teil der lokalen Kreisläufe, die es noch mehr – insbesondere im Hinblick auf lokale Produkte – zu unterstützen gilt. Dafür braucht es auch eine gute Logistik und eine starke heimische Landwirtschaft, die die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen kann. Dies alles trägt zur Verkehrsvermeidung bei und ist somit ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit. „In allen Sektoren sind dabei die Familienbetriebe eine große Stütze“, sagt Leo Tiefenthaler, der Vizepräsident der Plattform Land.

Ein Dank spricht die Plattform Land den tagtäglich im Einsatz stehenden Menschen aus, die auch in diesen Zeiten den ländlichen Raum lebendig erhalten.

„smartes“ Dorf für EU-Projekt gesucht

Die EU sucht weitere 12 „smart rural villages“, um sie über die Projektlaufzeit in ihrer Arbeit zu unterstützen und von ihnen zu lernen!

Falls Ihre Gemeinde den Kriterien entspricht, füllen Sie einfach das Online-Formular bis 5. Mai 2020 aus: https://form.jotformeu.com/E40/smart-rural-application

Hier finden Sie die Kriterien. (Gemeinden bis max. 15.000 Einwohnern).

Wichtig ist zudem, dass es in der Gemeinde eine Person gibt, welche dank Ihres Wissens über die (smarte) Gemeindeentwicklung, den Antrag nicht nur ausfüllen, sondern auch den Prozess hin zu einem „smart rural village“ vor Ort begleiten kann.

Die Plattform Land, welche sich für einen lebendigen ländlichen Raum einsetzt, begrüßt die Initiative, welche zu ihren Aktivitäten im Netzwerk EUSALP passt. Mehr Informationen zu smart villages im Rahmen des EUSALP Prozesses finden Sie hier: https://www.alpine-region.eu/events/smart-villages-common-perspective-through-different-visions

Projektpartner des EU-Projektes „Impuls4Action“ zu Besuch im Streuhotel in Neumarkt

Im Rahmen des EU-Projektes „Impuls4Action“ fand vom 11.-12. Februar 2020 das 2. Partnertreffen in Südtirol statt. Das Projekt will geeignete Online-Instrumente für einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden in den Alpen zur Verfügung stellen. Der Klimawandel erhöht den Bedarf an maßgeschneiderten Instrumenten für den Bodenschutz. Das Projekt befasst sich daher mit folgenden drei Themen:

  1. Wasserwirtschaft in alpinen Böden
  2. Innenentwicklung
  3. Moorschutz

Am 12. Februar 2020 besichtigten die Partner das Streuhotel in Neumarkt als gutes Beispiel für die Innenentwicklung.

200212_Gruppenfoto_I4A_NeumarktDie Teilnehmer aus Italien, Österreich, Schweiz und Slowenien wurden vom Bürgermeister von Neumarkt, Horst Pichler, begrüßt. Er erläuterte das Konzept des Streuhotels, welches von einem privaten Unternehmen geführt wird. Dank des im März 2019 eröffneten Streuhotels in Neumarkt gibt es nicht nur weniger leerstehende Wohnungen im historischen Zentrum, sondern auch bereits 900 Touristen aus aller Welt, die dort im Jahr 2019 übernachtet haben.

Weiters stellte der Handels- und Dienstleistungsverband (hds) seine Geoanalyse vor, mit der man die Besucherfrequenzen in den Zentren von Siedlungen analysieren und so die Verteilung von Geschäften aus verschiedenen Bereichen besser planen kann. Mit dem Programm lassen sich auch leerstehende Geschäfte anzeigen.

Die Plattform Land präsentierte eine weitere Initiative aus Deutschland zu Gemeinschaftswohnprojekten: www.wohnprojekte-portal.de. Auf diesem Online-Portal ist es möglich, Cohousing-Projekte vorzustellen und Projektpartner zu finden. Darüber hinaus bietet das Online-Portal Informationen zu Finanzierungen und Kontaktdaten von Beratern.