Pressemitteilung: Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

An der Nachhaltigkeit führt kein Weg mehr vorbei, darin waren sich die Teilnehmer der heutigen Jahrestagung der Plattform Land einig. Südtirol habe dafür gute Voraussetzungen. Wo Südtirol noch nachhaltiger werden muss, welche Stolpersteine es gibt und was die Entwicklung für den ländlichen Raum bedeutet, haben Experten heute per Videokonferenz diskutiert.

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im ländlichen Raum spielen die Gemeinden eine besondere Rolle, etwa durch die Unterstützung und Umsetzung von nachhaltigen Projekten, die Vernetzung von lokalen Akteuren und die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für Umwelt- und Klimaschutzthemen, sagte Andreas Schatzer, der Präsident der Plattform Land. Auch wenn die Nachhaltigkeit ein globales Thema sei, müssten viele Probleme lokal gelöst werden.
Seit längerem schon setzt die 20.000-Einwohner-Gemeinde Bad Berleburg in Südwestfalen mit dem Projekt „Global nachhaltige Kommune“ auf Nachhaltigkeit und Partizipation. In einem fortlaufenden Beteiligungsprozess vieler lokaler Akteure, Universitäten, der Landesverwaltung und lokalen Unternehmen wurden Nachhaltigkeitsziele und die entsprechenden Maßnahmen entwickelt. So werden alle städtischen Beschlüsse auf die Nachhaltigkeit hin bewertet. Zu den vielen Maßnahmen gehören auch ein Dorferneuerungsprozess und die Weiterentwicklung der südlichen Innenstadt. „Für das Projekt und die Umsetzung ist die Gemeinde Bad Berleburg im letzten Jahr mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden“, sagte Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Aktuell forciere die Gemeinde das nachhaltige Bauen mit lokalem Holz.
Auch in Südtirol gibt es viele nachhaltige Vorzeigeprojekte, wie die HGV-Initiative „Südtirol Transfer“ für eine nachhaltige Mobilität oder die Aktion „local – seasonal – fair“ für einen verantwortungsbewussten Einkauf, an der die Südtiroler Bäuerinnenorganisation beteiligt ist. Ein gutes Beispiel ist auch die Bürgergenossenschaft Obervinschgau. Sie führt die Bio-Dorfsennerei Prad, verkauft auf dem Bauernmarkt lokale bäuerliche Produkte und unterstützt nachhaltige Projekte junger Menschen. Zwei kreative Handwerker kamen hingegen auf die Idee, Schildkappen aus Holz herzustellen.
Wichtig bei vielen nachhaltigen Projekten auf lokaler Ebene ist die Unterstützung durch das Land Südtirol. Die Landespolitik habe sich der Nachhaltigkeit und den UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Nachhaltigkeit bedeute aber nicht nur Verzicht, sondern heiße, zukünftig anders zu leben, wobei die Lebensqualität auch höher sein kann. „Wir müssen Wirtschaft und Gesellschaft teilweise neu denken und neue Lösungen finden. Südtirol ist auf dem richtigen Weg zu mehr Nachhaltigkeit.“
Der zentrale Hebel für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit ist die Wirtschaft. Landeshauptmann Kompatscher appellierte, mehr auf lokale Kreisläufe zu setzen. Eine zentrale Bedeutung habe die Landwirtschaft. „Der Anbau wird sich dank Innovation, Technologisierung und Diversifizierung weiterentwickeln und ressourcenschonender werden. Diesen Prozess müssen wir proaktiv angehen“, so Kompatscher. Beim Tourismus müsse die Qualität vor der Quantität stehen.
Ein großes Thema ist auch die Mobilität. Hier brauche es noch mehr Angebote im öffentlichen Nahverkehr. Durch Digitalisierung und Homeoffice-Angeboten kann der Individualverkehr eingeschränkt werden. Prof. Gottfried Tappeiner wies darauf hin, dass auch die Dezentralisierung von öffentlichen Diensten und Arbeitsplätzen zu einer Verkehrsverminderung führt. Sehr gut aufgestellt ist Südtirol bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Eine Chance für Südtirol sah Tappeiner auch in der Valorisierung der Wohnqualität und der Erholungsqualität: Beides müsse vor Ort angeboten werden.
Für Kompatscher bedeute Nachhaltigkeit auch Zugang zu Bildung, soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und eine faire Einkommensverteilung sowie Gesundheit. Alles in allem sieht Landeshauptmann Kompatscher das Land auf einem guten Weg. „Dennoch bleibt noch viel zu tun.“
Dass Nachhaltigkeit nicht nur die Städte betrifft, sondern auch den ländlichen Raum und sowohl die regionale Angebotsseite als auch die Nachfrageseite gefragt sind, erläuterte Prof. Andrè Reichel. „Wir müssen einerseits Ressourceneffizienz und regionale Wertschöpfungsketten verbessern und andererseits die Nachfrage nach nachhaltigen regionalen Gütern stärken.“ Um eine Region erfolgreich nachhaltig zu entwickeln, brauche es Mut und Offenheit für Neues sowie Menschen und Organisationen, die Initiatoren sind. „Südtirol hat gute Voraussetzungen, um zur ‚Nachhaltigkeitsregion Südtirol‘ zu werden.“
In einer abschließenden Runde diskutierten Federico Giudiceandrea (SWR-EA und Unternehmerverband Südtirol),  Irene Senfter (Ökoinstitut), Irmhild Beelen (Dachverband Gesundheit und Soziales), Wilhelm Haller (Junge Wirtschaft), Tanja Rainer (Jugendring) und Zeno Oberkofler (Fridays for future) über Südtirols Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Das Fazit der Diskussionsrunde: Ein „Weiter-wie-bisher“ sei der falsche Weg; Nachhaltigkeit ein Prozess, der nicht ganz einfach sei und begleitet werden müsse, aber große Chancen gerade auch für die Wirtschaft biete. Dabei dürfe natürlich die Gesellschaft nicht vergessen werden.
Gedanken zur Nachhaltigkeit hat sich auch die Poetry-Slamerin Eeva Aichner gemacht.

Online-Jahrestagung „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“ am 22. Oktober 2020 – Referate

Unten stehend finden Sie das Programm und die 3 Hauptreferate der Jahrestagung „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“ der Plattform Land zum Thema der Balance zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt mit dem Fokus auf kommunale Lösungen im ländlichen Raum vom 22. Oktober 2020:

Programm Jahrestagung 2020 (aufgrund der aktuellen Entwicklung als Online-Veranstaltung durchgeführt)

1_Nachhaltigkeit im ländlichen Raum_Prof_Reichel

2_Nachhaltigkeit und Entwicklung_Prof_Tappeiner

3_Nachhaltigkeit in der ländlichen Gemeinde_BM_Fuhrmann

Plattform Land befürwortet Finanzzusagen für Co-Working-Räume

Mitte September wurde im Südtiroler Landtag ein Antrag der Landtagsabgeordneten Jasmin Ladurner zur finanziellen Förderung der Co-Working-Räume behandelt. Die Plattform Land hat den Antrag zur konkreten Unterstützung des Co-Working im ländlichen Raum unterstützt, da dadurch die Peripherie aufgewertet wird, Arbeitsplätze wohnortnah geschaffen und Familien und Pendlern bessere Arbeitseinteilungen geboten werden.

„Nach den Erfahrungen der letzten Monate mit neuen Online-Werkzeugen und Arbeitsformen wird die Bedeutung des Co-Working gerade auch im ländlichen Raum immer deutlicher“, sagt Andreas Schatzer, Präsident der Plattform Land.

„Auch hochqualifizierte Menschen, darunter insbesondere auch junge Frauen bzw. Familien haben hierdurch bessere Chancen vor Ort ihrer Tätigkeit nachzugehen. Zudem trägt die Reduktion des Pendlerverkehrs zur Nachhaltigkeit bei“, betont die Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner.

Co-Working-Räume ermöglichen das flexible Arbeiten in Gemeinschaftsbüros, sind oftmals Ausgangspunkt für innovative Geschäftsideen und fördern den Austausch untereinander im Gegensatz zum Homeoffice. Die Einrichtung von Co-Working-Räumen schafft und erhält Arbeitsplätze gerade in der Peripherie und setzt Impulse in der Umgebung, welche diese attraktiver machen, ist die Plattform Land überzeugt.

Bereits im Februar 2020 verabschiedete der Südtiroler Landtag einen Grundsatzbeschluss zum Co-Working. Die Plattform Land hat sich in der Zwischenzeit mit weiteren Akteuren, wie der Startbase in Bruneck oder der BASIS in Schlanders ausgetauscht und auch international die gestiegene Nachfrage nach neue Arbeitsformen wie dem Co-Working beobachtet. Nicht zuletzt gibt es aktuell in mehreren Südtiroler Gemeinden, davon eine im Rahmen einer INTERREG Kooperation mit der Plattform Land, Pläne bzw. erste Schritte einen Co-Working-Raum einzurichten. Allerdings sind diese Kosten nicht allein von der Gemeinde bzw. den Betreibern zu stemmen.

„Für Co-Working-Räume eignen sich besonders leerstehende Gebäude, die derzeit von der Plattform Land im Rahmen des Leerstandsmanagements erhoben werden. Dadurch werden Leerstände wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt“, unterstreicht Ulrich Höllrigl, Geschäftsführer der Plattform Land. Hierbei bedarf es einer konkreten Finanzierung. Die Plattform Land hat einen Finanzierungsplan ausgearbeitet: Kernpunkt ist ein Führungskostenzuschuss von 50% in den ersten Jahren sowie die Ausstattung mit dem schnellen Internet durch das Land für Co-Working-Räume. Eventuelle räumliche Adaptierungen bei einem Leerstand können durch die Gemeinden erfolgen. Diese Finanzierung soll auch für Co-Working-Räume beim Co-Workation (eine Kombination von Co-Working und Urlaubsangeboten) sowohl für öffentliche wie private Betreiber gelten. Voraussetzung für die Förderung ist der Zugang für alle Interessierten aus der Bürgerschaft.

„Die Plattform Land steht zudem gerne als Ansprechpartner für interessierte Gemeinden aus dem ländlichen Raum zur Verfügung, die einen solchen Co-Working-Raum einrichten wollen“, sagt Höllrigl. Nun liegt es an der Landespolitik, den Schritt von der grundsätzlichen zur konkreten Unterstützung zu gehen.

Am 17. September 2020 hat nun der Südtiroler Landtag die Förderung der Co-Working-Räume beschlossen und zwar aufbauend auf den Beschlussantrag zu den „Coworking-Spaces für Südtirols Dörfer“ aus dem letzten Jahr, die Errichtung von „Coworking-Spaces“ und Gemeinschaftsbüros im Leerstand oder auf verfügbaren Flächen bestehender Betriebe in ländlichen Gemeinden Südtirols durch einen durch die Landesregierung zu definierenden Startbeitrag finanziell zu unterstützen.

Im Archivbild von Februar 2020: v.l.n.r. Geschäftsführer Ulrich Höllrigl, Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner, Präsident Andreas Schatzer

Terminhinweis Jahrestagung „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“ am 22. Oktober 2020 am Ritten

Wir freuen uns, Ihnen die Jahrestagung „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“ der Plattform Land zum Thema der Balance zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt mit dem Fokus auf kommunale Lösungen im ländlichen Raum am Donnerstag, 22. Oktober 2020 von 9:00 bis 13:00 Uhr, anzukündigen und laden Sie schon jetzt herzlich dazu ein!

 

Die Jahrestagung findet im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten statt.

 

Die Einladung samt Tagesordnung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Präsentationen Webinar Leerstandsmanagement vom 26. August

Nachdem nun das neue Gesetz zu Raum und Landschaft in Kraft getreten ist, hat die Plattform Land in Absprache mit dem Ressort für Raumentwicklung, Landschaft und Denkmalpflege sowie dem Südtiroler Gemeindenverband und der Kammer der Architekten ein Webinar zum Leerstandsmanagement (einschließlich Siedlungsgrenze) für die Gemeinden in Südtirol am 26. August veranstaltet.

Programm Webinar Leerstandsmanagement

Präsentation Gemeindeentwicklungsprogramm und Siedlungsgrenze, Frank Weber

Präsentation Leerstandsmanagement, Ulrich Höllrigl

Allfällige Fragen zum neuen Gesetz finden Sie bei den FAQs hier: http://www.provinz.bz.it/natur-umwelt/natur-raum/rechtsgrundlagen.asp#collapse900

Spezifische Fragen zum Einheitsschalter Bauwesen finden Sie hier: https://www.gvcc.net/de/SUE_-_ESB_Einheitsschalter_fuer_das_Bauwesen_3

 

Tag der Innenentwicklung in Taufers i.M.

Lernen durch beste Beispiele. Dies ist ein erfolgsversprechender Weg auch in der Gemeinde Taufers im Münstertal, wo die Plattform Land am 1. August 2020 den Tag der Innenentwicklung abhielt. Insgesamt gibt es in Taufers 30 leerstehende und 35 nur teilweise genutzte Wohneinheiten. Anhand eines konkreten Sanierungsbeispiels wurden den Interessierten gezeigt, wie man den Leerstand in den Griff bekommt und für eine bessere Dorf(innen)entwicklung nutzen kann.

Sanierungsbeispiel Taufers

Bauherrin Kirsten Scholz präsentierte gemeinsam mit dem Architekten Ivan Zanzotti das kürzlich sanierte 3,5-stöckige Wohnhaus mit 230 qm Wohnfläche. Zudem stand im Anschluss an den Rundgang Architekt Daniele Capra für Erstberatungen im Hinblick auf Sanierungen den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Nur über eine kontinuierliche Aufklärung und Beratung lassen sich mehr solcher besten Beispiele für die Sanierung und letztlich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Fläche in der Heimat erreichen. Die Plattform Land unterstützt dies in mehreren Pilotgemeinden mit dem Leerstandsmanagement.

Einen ausführlichen Bericht mit weiteren Bildern finden Sie in der Ausgabe des „Der Vinschger“ vom 6.8.20 auf Seite 10-11.

 

Familie & Beruf in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling – Online-Diskussion vom 24. Juni

Berufstätigkeit, Partnerschaft, Elternschaft: Die Last der Bewältigung dieses Spagates wird oftmals maßgeblich von Frauen getragen. Die Digitalisierung der Arbeit, wie beispielsweise die Möglichkeit von Smart Working wird als Chance der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesehen. Auch in ländlichen Räumen können digitale Arbeitsmodelle positiv auf die weibliche Beschäftigungssituation einwirken. Im familiären Umfeld kann das Homeoffice jedoch zu einer stärkeren Belastung führen. 

Referate und Online-Diskussion vom 24. Juni 2020

1. Philipp Corradini – Einführung

2. Michaela Schafferhans – Digitalisierung der Arbeit

3. Barbara Plagg – Mutti macht das schon – Situation in Südtirol

Pressemitteilung_Kinderbetreuung und Chancengleichheit im ländlichen Raum

In der Diskussionsrunde diskutierten u.a. Landesrätin Deeg, Landesschuldirektorin Falkensteiner, Abteilungsdirektorin Wirtschaft Defant, Unternehmerverbandsdirektor Negri, Jugendring Geschäftsführer Hofer, Koordinatorin Allianz für die Familie Ladurner.

Insbesondere in der aktuellen Situation erhöht sich die Komplexität in der Bewältigung dieses Spagates. Berufstätige Eltern unterstützen nebenher ihre Kinder 24 Stunden und fördern deren Ausbildung.

  • Wird nun die Kinderbetreuung in den Sommerferien – trotz erster Betreuungsangebote – Eltern und vor allem Frauen stärker belasten oder gibt es weitere Unterstützungsangebote?
  • Was ist notwendig, um den regulären Schulbeginn – nicht nur am Vormittag – ab September zu gewährleisten? 
  • Welche Chancen ergeben sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die beschleunigte Digitalisierung der Arbeit? 

Veranstalter: Plattform Land und EURAC Research mit Unterstützung des Südtiroler Wirtschaftsrings, des Südtiroler Jugendrings und der Handelskammer im Rahmen des Projekts FLOW.

Plattform Land: Blick auf erfolgreiches Jahr

Vier Projekte, davon drei neue, zwei Mitgliederversammlungen und jeweils eine Tagung zum generationenübergreifenden Wohnen sowie zu den Ansprüchen der Jugend an das Leben auf dem Land: Die Plattform Land hat auf ihrer Mitgliederversammlung ein positives Fazit gezogen und auf eine umfangreiche Tätigkeit zurückgeblickt. Neuer und alter Präsident ist Andreas Schatzer, sein Stellvertreter Leo Tiefenthaler.

Ein intelligentes Flächenmanagement und der Erhalt der Attraktivität des ländlichen Raumes sind die Schwerpunkte der Plattform Land, der neben dem Südtiroler Bauernbund und dem Gemeindenverband Südtirols das Land Südtirol, die Handelskammer sowie Wirtschafts-, Sozial- und weitere Verbände – insgesamt 15 Mitglieder – angehören.

Neu gestartet ist im letzten Jahr das Projekt „FLOW“, das die Stärkung der lokalen Kreisläufe am Beispiel des Vinschgaus zum Inhalt hat. Unter anderem wurden zwei Gerichte mit Zutaten aus dem Vinschgau kreiert. Im Rahmen von „FLOW“ wird weiters eine „Genderstudie“ zu den Bleibe- bzw. Abwanderungsmotiven von Frauen und Männern durchgeführt. Die Befragung von dreißig ausgewählten Personen ist fast abgeschlossen, im Sommer folgen die Experteninterviews.
Ebenfalls neu ist das Projekt „Impuls4Action“, das die nachhaltige Entwicklung mittels eines Online-Werkzeugkastens in den Bereichen „Wassermanagement, Innenentwicklung und Moorschutz“ unterstützt. Im Juni findet dazu ein Experten-Webinar statt. „Besonders der Klimawandel erfordert Initiativen und maßgeschneiderte Instrumente zum Flächenschutz, zum Wassermanagement und zur Entwicklung grüner Infrastrukturen“, erklärte Präsident Andreas Schatzer.

Mit dem Projekt „SHELTER“ untersucht die Plattform Land die Förderung und die Folgekosten der Innenentwicklung in den Gemeinden. Zudem läuft eine Studie, die die Förderungen der Innenentwicklung im Interreg-Gebiet vergleicht.

Weitergeführt wurde das Projekt „Leerstandsmanagement“. Mittlerweile betreut die Plattform Land 13 Gemeinden bei der Leerstandserhebung. „Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, diese wieder zu nutzen, anstatt neue freie Flächen zu verbauen“, so Schatzer.
Zudem hat die Plattform Land vorgeschlagen, Sanierungsberatungen zu fördern sowie neue Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser oder das Co-housing zu forcieren. Das sollte im neuen Wohnbauförderungsgesetz berücksichtigt werden. Außerdem könnten leerstehende Wohnungen wieder leichter vermietet werden, indem eine öffentliche Gesellschaft die Mietzahlungen garantiert und für Schäden durch den Mieter haftet, ähnlich dem Modell „Sicher vermieten“ in Vorarlberg.

Ein Schwerpunkt im letzten Jahr war auch das Co-working. So hat die Plattform Land eine bessere Unterstützung dieser modernen Form des Arbeitens gefordert, etwa durch einen Landeszuschuss für die laufenden Kosten und für die Ausstattung. „Zudem sollen Gründer- und Innovationszentren im ländlichen Raum längerfristig gefördert werden, damit diese dauerhaft einen Beitrag für die Entwicklung der Bevölkerung und Wirtschaft leisten können, wie etwa beim geplanten Technologiepark in Bruneck oder bei der BASIS in Schlanders“, sagte Plattform-Land-Geschäftsführer Ulrich Höllrigl.

Außerdem betont die Plattform Land den Stellenwert der lokalen Kreisläufe. „Sie sollten verstärkt bei der Vergabe berücksichtigt werden, damit auch einheimische Produzenten und Unternehmen, die Chance haben, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen“, forderte Tiefenthaler.
Aus aktuellem Anlass findet am 24. Juni eine Onlinediskussion zum Thema „Familie & Beruf in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling“ statt.

Im Herbst widmet sich die Plattform Land auf der Jahrestagung der „Nachhaltigkeit im ländlichen Raum“.

Auf der Mitgliederversammlung wurde jüngst ein neuer Vereinsausschuss gewählt. Ihm gehören der Präsident der Handelskammer Michl Ebner, der Präsident des Gemeindenverbands Andreas Schatzer, Landesrat Arnold Schuler, der Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes Leo Tiefenthaler sowie der Präsident von CoopBund Heini Grandi an.
Präsident bleibt auch für die nächsten drei Jahre Andreas Schatzer, sein Stellvertreter wird wieder Leo Tiefenthaler sein. „Wir haben in der abgelaufenen Amtsperiode viele neue Initiativen gestartet. In den nächsten drei Jahren möchten wir diese weiterführen und gleichzeitig neue initiieren. Es gibt noch viel zu tun, um die Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern und den Flächenverbrauch zu reduzieren“, sagte Schatzer auf der ersten Ausschusssitzung.

5.6. Webinar: From Intelligent Land Use to Sustainable Municipalities

Impuls4Action aims to trigger actions to support sustainable development on all levels by providing appropriate tools, raising awareness and finding new models for sustainable soil protection in the Alps.

In three thematic pilot cases:

  1. Water management in Alpine soils,
  2. Inner Development and
  3. Peatlands,

with different impact paths on soils, the project aims to collect data for Toolbox. With workshops, the needs of target groups and relevant stakeholders will be analysed and they will provide the basis for the structure of the toolbox which will merge existing information, integrate results of on-going projects e.g. “Links4Soils” and create cooperation starting from awareness-raising events to involvement of all stakeholders concerned

Friday, 5th June 2020 – Online WEBINAR 10:00 – 13:00

Please fill in this form in order to take part in the workshop.

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10:00 – 10:15    Institutional Greetings

        Luca Masneri, Mayor – Edolo Municipality

Anna Giorgi, Director – CrC Ge.S.Di.Mont., EUSALP AG1 Leader

10:15 – 10:30     Soil conservation in the Alpine Region: state of the art

        European Soil Alliance – Georg Pircher

10:30 – 10:45    The ARPAF Project “Impuls4Action” – From Intelligent Land Use to             Sustainable Municipalities: objectives and activities

        Stanka Klemenčič, KGZS-Zavod Maribor

10:45 – 11:00 Instructions and break out in the three different rooms (Stefano Sala)

11:00 – 12:00 Parallel sessions of the 3 topics

12:00 – 12:15 Sum up session (5 minutes each) of the discussion per topic

12:15 – 13:00 General Discussion – Recommendations regarding soil conservation in the Alpine Region and questions

General moderation: Stefano Sala 

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ROOM 1 – PEATLANDS

11:00 – 12:00     The role of peatlands in the Alpine Region

  • Overview of alpine peatlands, status, network of experts and actors on national, regional and local level

Sylvia Holzträger, University of Applied Science Weihenstephan, Triesdorf

  • Peatlands in Lombardy Region/in Camonica Valley

            Anna Bonettini, Adamello Park         

  • Open discussion/questions

ROOM 2 – WATER RESOURCES

11:00 – 12:00     Water resources management in the Alps

  • New paradigm of water/drought management on the Alpine Soils.

            Mrs. Ph.D. Andreja Sušnik, Slovenian Environment Agency

  • Agricultural water scarcity and water management in the Italian Alps

            Claudio Gandolfi, Department of Agricultural and Environmental Sciences – Production, Landscape, Agroenergy, University of Milan

  • Open discussion/questions

ROOM 3 – INNER DEVELOPMENT

11:00 – 12:00     Urbanization and inner development in the Alpine Region

            André Mallossek, Plattform Land

            Frank Weber, Director of the department for spatial planning in South Tyrol

  • Open discussion/questions

Neuer EU Aufruf für WIFI-Hotspots in Gemeinden

Die Plattform Land macht auf einen laufenden EU-Aufruf für Gemeinden aufmerksam: https://wifi4eu.ec.europa.eu/#/home

Dabei kann jede Gemeinde in der EU um einen einmaligen Betrag von 15.000 € ansuchen, um einen frei zugänglichen öffentlichen WIFI Hotspot in der Gemeinde einzurichten (z.B. am zentralen Dorfplatz). Der Aufruf startet am 3. Juni und läuft bis zur Erschöpfung der Mittel (insgesamt 14 Millionen Euro).