Merkblätter für Sanierungswillige

Neu: Ihr Leitfaden für nachhaltige Sanierungen und Umbauten

Ab sofort stehen die neuen Merkblätter für Sanierungswillige online zur Verfügung. Die praxisnahen Leitfäden richten sich an alle, die ein Gebäude energetisch sanieren, umbauen oder modernisieren möchten – von privaten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben und Bauträgern.

Wissen von Expertinnen und Experten

Die Merkblätter wurden im Rahmen des EU-Projekts SUSMAT erstellt und bündeln Fachwissen rund um:

  • Grundlagen der Sanierung und erste Schritte
  • Bestandsaufnahme: typische Schwachstellen und sinnvolle Maßnahmen
  • Planung und Umsetzung einer nachhaltigen Sanierung
  • Energieeffizienz und Heizsysteme
  • Ökologische Nachhaltigkeit und Wohnkomfort
  • Barrierefreiheit und zukunftsfähige Wohnkonzepte
  • Kosten, Finanzierung und Förderungen

Erarbeitet von Architekt:innen, Energieexpert:innen und Fachleuten aus Südtirol, bieten die Merkblätter Checklisten, Interviews und praktische Tipps, die sofort in die eigene Sanierungsplanung einfließen können.

Warum die Merkblätter nutzen?

Eine Sanierung ist ein komplexer Prozess – von rechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zur Wahl der richtigen Materialien. Die neuen Merkblätter helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden, Energie zu sparen und den Wohnkomfort zu steigern. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, den Wert von Immobilien langfristig zu sichern und die Umwelt zu schonen.

Download & weitere Infos

Die Merkblätter für Sanierungswillige stehen kostenlos zum Download bereit. Sie sind eine wertvolle Grundlage für die Erstberatung mit Fachleuten und begleiten Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Sanierungsprozess.

Jetzt herunterladen und den ersten Schritt in Richtung nachhaltiges, energieeffizientes und zukunftsfähiges Wohnen machen:

Merkblätter für Sanierungswillige – Wissen von Expertinnen und Experten zum Umbau und energetischen Sanieren von Gebäuden

Mehr zum Projekt SUSMAT

> Online-Weiterbildungen

> Tag der Innenentwicklung

Übersicht Förderungen (Förderleitfaden)

Merkblätter für Sanierungswillige

 

Kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI – A Italia-Österreich 2021-2027.

Woche der Innenentwicklung 15-19/09/2025

Leerstände nutzen – Nachhaltig Sanieren – Alpine Baukultur erhalten – Ortszentren stärken

15.–19. September 2025 | Tirol, Trentino, Südtirol

 

Die Woche der Innenentwicklung 2025 im Rahmen des Projekts SUSMAT zeigt, wie wir unsere Dörfer und Städte zukunftsfähig machen können. Im Fokus stehen Leerstandsnutzung, Sanierung im Bestand, nachhaltiges Sanieren und Bauen, der erhalt alpiner Baukultur und lebendige Ortskerne.

Wer erfahren möchte, wie alte Gebäude zu neuen Lebensräumen werden, wie regionale Baustoffe mit moderner Planung zusammenspielen und wie Kommunen Förderungen nutzen können, ist hier genau richtig.

Warum Innenentwicklung? – Zukunft gestalten im Bestand

Innenentwicklung bedeutet: bestehende Gebäude und Flächen nachhaltig nutzen, statt neue Flächen zu versiegeln.

  • Leerstände sanieren und sinnvoll umgestalten
  • Regionale Baukultur stärken
  • Nachhaltige Materialien wie Holz oder Hanf einsetzen
  • Ortszentren beleben und Lebensqualität sichern

Damit trägt Innenentwicklung gleichzeitig zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und sozialer Innovation bei.

Inhalte & Schwerpunkte der Woche der Innenentwicklung

Die Veranstaltungsreihe verbindet Praxis, Theorie und Austausch:

  • Exkursionen zu Best-Practice-Beispielen in Tirol, dem Trentino und Südtirol
  • Fachvorträge und Diskussionen zu nachhaltigem Bauen, Sanieren und Innenentwicklung
  • Fördermöglichkeiten und Finanzierungstipps für Gemeinden und Bauende
  • Austausch und Vernetzung mit Architektinnen und Architekten, Handwerkerinnen und Handwerkern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern

Programmübersicht & Anmeldung

  • Montag, 15.09.2025 – Exkursion Pustertal & Belluno
  • Donnerstag, 18.09.2025 – Fachveranstaltung Mölten
  • Freitag, 19.09.2025 – Exkursion Vinschgau

> Das detaillierte Programm können Sie HIER herunterladen.

Für die Exkursionen steht ein gemeinsamer Bus zur Verfügung, der die Teilnehmenden zu den Stationen bringt und wieder nach Bozen zurückfährt.

> Zur Teilnahme melden Sie sich bitte HIER bis 12.09.2025 an.

 

Zielgruppe – Wer sollte teilnehmen?

Die Woche der Innenentwicklung richtet sich an alle, die unsere Orte zukunftsfähig machen wollen:

  • Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, Mitarbeitende der Verwaltung
  • Architektinnen und Architekten, Planerinnen und Planer, Handwerkerinnen und Handwerker, Bauverantwortliche
  • Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen, Vereinen und Regionalentwicklungen
  • Bürgerinnen und Bürger, die sich für nachhaltige Baukultur und lebendige Dorfzentren interessieren

Innenentwicklung in Südtirol und im Alpenraum – Gemeinsam Zukunft bauen

Die Woche der Innenentwicklung 2025 macht deutlich: Innenentwicklung ist mehr als Bauen. Sie ist ein Zusammenspiel von Architektur, Handwerk, Politik und Gesellschaft – und schafft Orte, in denen Menschen gerne leben.

 

 

Kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI – A Italia-Österreich 2021-2027.

Mitgliederversammlung: Plattform Land setzt Zukunftsimpulse für Südtirol

Plattform Land stellt Weichen für 2025: Nachhaltig sanieren, regional wirtschaften

Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2025 hat die Plattform Land erneut betont, wie entscheidend nachhaltige Sanierung und regionale Kreisläufe für die ländliche Entwicklung in Südtirol sind. Unter dem Leitmotiv „Sanieren neu gedacht – Stärkung regionaler Kreisläufe“ rückt die Plattform die Verbindung von ressourcenschonendem Bauen und lokaler Wertschöpfung ins Zentrum.

Die Jahrestagung am 27. Mai 2025 in Truden ist ein Meilenstein: Hier diskutieren Expert:innen, Gemeinden und Engagierte konkrete Wege zur Förderung klimafreundlicher Sanierung und zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Im Fokus stehen:

  • Nachhaltige Sanierung im Bestand statt umweltschädlichem Neubau
  • Verwendung lokaler, nachhaltiger Baustoffe wie Südtiroler Holz
  • Erhalt regionaler Wertschöpfungsketten durch kurze Transportwege
  • Aktive Flächennutzung & Entsiegelung als Beitrag zum Klimaschutz

Mit Projekten wie dem EU-Projekt SUSMAT oder der Sanierung des Mesnerstadls in Mölten setzt die Plattform praxisnahe Akzente für ressourcenschonendes, zukunftsfähiges Bauen in Südtirol.

Präsident Andreas Schatzer bringt es auf den Punkt: „Sanieren im Bestand muss stärker gefördert werden als Neubau. Nur so bleiben Know-how und Wertschöpfung in der Region – und wir bauen gleichzeitig klimafit.“

Durch internationale Beispiele – etwa Zuzugsförderungen in entlegenen Regionen – zeigt sich, wie innovative Maßnahmen dem Leerstand entgegenwirken und das Leben im ländlichen Raum neu beleben können.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung zum Herunterladen.

Titelbild

Beim Praxistag zu nachhaltigen Materialien in der BASIS Vinschgau zeigen Unternehmen, wie viel Potenzial in regionalen Materialien steckt. Im Fokus: Holz – ein nachwachsender Rohstoff, der in Südtirol wächst, vor Ort verarbeitet werden kann und großes Potenzial für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft bietet.

Quelle: Simon Profanter/Plattform Land

ONLINE WEITERBILDUNG 2025: INNOVATIV & NACHHALTIG SANIEREN

Kostenlose Online-Weiterbildungsreihe: Innovativ und nachhaltig Sanieren für Fachleute aus Architektur, Handwerk und Bauindustrie sowie alle Interessierten.

Nehmen Sie an unseren ONLINE-WEITERBILDUNGEN teil, indem Sie auf diesen ZUGANGSLINK klicken. Die Weiterbildung findet über die Verbindungsplattform ZOOM statt. Über diesen Link gelangen sie zu den jeweiligen Modulen. Der Link ist jeweils rund fünf Minuten vor Beginn der Weiterbildung aktiv.

Noch nicht angemeldet? Anmeldungen unter diesem Link.

Programm

Das Programm im Detail sowie die Präsentationen der einzelnen Referent*innen (jeweils nach den einzelnen Webinaren) finden Sie HIER.

Termine

Im Rahmen des Projekts Nachhaltig Sanieren (SUSMAT) bieten wir kostenlose Online-Weiterbildungen im Februar und März für Fachleute aus Architektur, Handwerk & Bauindustrie:

  • 12/02 – 14:00-17:00 Uhr – MODUL I – Materialien

  • 26/02 – 14:00-17:00 Uhr – MODUL II – Lebenszyklusanalyse

  • 12/03 – 14:00-17:00 Uhr – MODUL III – Netzwerkarbeit

  • 26/03 – 14:00-17:00 Uhr – MODUL IV – Förderungen

 

Kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI – A Italia-Österreich 2021-2027.

 

Flächenverbrauch auf Rekordhöhe in Italien – auch in Südtirol anhaltender Anstieg

Titelbild: Der Messner Stadl im Zentrum der Gemeinde Mölten wird im Rahmen des Projekts „Nachhaltig Sanieren SUSMAT“ saniert und einer neuen öffentlichen Nutzung zugeführt.

Dringender Handlungsbedarf bei Entsiegelung und Flächenrecycling

Pressemitteilung vom 17.12.2024

 

Bozen, Dezember 2024 – Der Flächenverbrauch in Südtirol steigt weiter und bringt die Klimaziele des Landes in Gefahr. Die Plattform Land hat sich die aktuellen Daten der italienischen Umweltagentur ISPRA angeschaut: In Südtirol wurden 2023 weitere 71,11 Hektar versiegelt. Damit beträgt die versiegelte Fläche mittlerweile 20.253 Hektar – das entspricht etwa 2,74 % der gesamten Landesfläche und fast der Hälfte des potenziell besiedelbaren Gebiets. Gleichzeitig wurden in rund der Hälfte der Gemeinden keine Zuwächse verzeichnet, und acht Gemeinden können sogar einen Rückgang der versiegelten Fläche aufweisen.

„Diese Zahlen zeigen deutlich, dass wir beim Flächenschutz noch viel zu tun haben“, warnt Andreas Schatzer, Präsident der Plattform Land. „Der kontinuierliche Anstieg versiegelter Flächen verschlechtert die Lebensqualität, reduziert den Lebensraum für Pflanzen und Tiere und erhöht das Risiko von Hochwasser. Wir müssen jetzt handeln, um unsere Landschaft und die Lebensgrundlage künftiger Generationen zu schützen.“

Versiegelte Flächen belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch das Klima und die Landwirtschaft: Die Aufheizung von Städten, die Verschlechterung der Bodenqualität und die mangelnde Grundwasserneubildung sind nur einige der Folgen. Gleichzeitig bieten Grünflächen wichtige ökologische und soziale Funktionen – von der Klimaregulierung bis hin zu Erholungsmöglichkeiten. Der sparsame Umgang mit Grund und Boden ist ein Kernziel der Raumordnungspolitik in Südtirol und der Plattform Land. Immerhin umfasst das Dauersiedlungsgebiet, also die potenziell besiedelbare Fläche, nur knapp sechs Prozent der gesamten Landesfläche (ASTAT).

Beispiel für Aufwertung, Begrünung und nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung am Nassiriya Platz in Bozen.

Leerstände nutzen und entsiegeln – die Lösungen liegen auf der Hand

Um die im Klimaplan Südtirol definierten Ziele – darunter eine deutliche Reduzierung des Flächenverbrauchs – zu erreichen, fordert Matthias Bertagnolli, Geschäftsführer der Plattform Land, ein konsequenteres Vorgehen: „Flächenrecycling ist der Schlüssel. Wir müssen brachliegende und leerstehende Gebäude wieder nutzbar machen, anstatt weitere Flächen zu versiegeln.“

Die laufenden Leerstandserhebungen im Rahmen der Gemeindeentwicklungsprogramme bieten dafür eine wertvolle Grundlage. „Die Gemeinden haben jetzt die Chance, ihre Flächennutzung zu überdenken und nachhaltige Lösungen umzusetzen. Das Ziel ist klar: Wir müssen unseren begrenzten Raum intelligent und zukunftsorientiert nutzen. Sanieren muss immer günstiger sein als ein Neubau auf der grünen Wiese“, so Schatzer.

Wechselhafte Entwicklung des Flächenverbrauchs – aber keine Entwarnung

Die langfristigen Daten zeigen eine wechselhafte Entwicklung des Flächenverbrauchs: Zwischen 2006 und 2012 wurden jährlich etwa 40 Hektar versiegelt. Von 2012 bis 2015 stieg der jährliche Verbrauch auf über 100 Hektar – die intensivste Phase der Flächeninanspruchnahme. Seit 2018 liegt der Zuwachs stabil bei etwa 75 Hektar pro Jahr. Trotz dieser Stabilisierung bleibt die Gesamtentwicklung alarmierend, da die versiegelte Fläche kontinuierlich anwächst.

In rund der Hälfte der Gemeinden wurden keine Zuwächse verzeichnet und in den acht Gemeinden sogar ein Rückgang gemeldet: Salurn, Jenesien, Mühlwald, Kastelbell-Tschars, Innichen, Schlanders, Tiers und Sexten. In anderen Gemeinden sticht der Flächenverbrauch mit bis zu 6 Hektar besonders hervor.

Die Plattform Land appelliert, dem Flächenverbrauch entschlossen entgegenzuwirken. Nur durch nachhaltige Flächennutzung und die Wiederbelebung von Leerständen können die ehrgeizigen Ziele für Klimaschutz und Lebensqualität erreicht werden.

 

Pressemitteilung vom 27.12.2024 zum Flächenverbauch in Südtirol im Jahr 2023 (Daten der italienischen Umweltagentur ISPRA)

Referate Jahrestagung Plattform Land 2024

CHANCEN FÜR DIE WIRTSCHAFT IM LÄNDLICHEN RAUM

 

Gesamtheitliche Lösungsstrategien in Zeiten des Arbeitskräftemangels

Donnerstag, 30. Mai 2024

9.00 – 13:00 Uhr

Mehrzwecksaal Tisens (Gemeindehaus 78, 39010 Tisens)

 

Arbeitskräftemangel trifft uns hart, doch der ländliche Raum steht vor seiner großen Chance! Jetzt zählt jeder Schritt hin zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance und einer blühenden lokalen Wirtschaft. Gefragt sind bewährte Lösungen und frische Ideen, die gemeinsam von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik getragen werden. Welche Chancen und Herausforderungen warten? Wie können wir sie gemeinsam meistern? Es ist Zeit für nachhaltiges Handeln, um den ländlichen Raum zukunftsfähig zu machen. Machen wir uns jetzt gemeinsam auf den Weg!

Das Programm der Jahrestagung mit den einzelnen Beiträgen und den Namen der Referentinnen und Referenten finden Sie HIER.

Nachfolgend finden Sie sich die Präsentationen der Referent*innen:

240530_JT PL_Nestbau Zentrale_Helen Bauer

240530_JT PL_Handelskammer Bozen_Irmgard Lantschner

240530_JT PL_Steineggerhof_Fam. Resch

240530_JT PL_Simedia_Dietmar Walcher

 

STELLUNGNAHME AN DIE EU-KOMMISSION ZUR WOLFSPROBLEMATIK

Die Plattform Land hat heute, am 20.09.2023, eine Stellungnahme zur Wolfsproblematik an die EU-Kommission veröffentlicht:
Die Attraktivität des ländlichen Raums ist für die Bevölkerung durch die ungehinderte Ausbreitung von Wölfen bedroht. Vor allem Familien, Frauen und Kinder fühlen sich durch die abnehmende Scheu der Wölfe vor Menschen (Stichwort Kulturwolf) und die Risse von Nutz- und Weidetieren auch in unmittelbarer Nähe von Siedlungen in ihrer Lebensqualität (sichere Wege zur Arbeit, sichere Schulwege, Freizeitgestaltung) beeinträchtigt. Die Abnahme des Sicherheitsgefühls bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ist die Folge und kann damit langfristig negative Auswirkungen auf die Besiedlung des ländlichen Raums, deren Beibehaltung explizites Ziel der Europäischen Union ist, haben.
Deshalb setzt sich die Plattform Land für eine stärkere Regulierung der Wolfspopulation und die entsprechende Entnahme von Wölfen aus sowie für die Ausweisung von sensiblen Gebieten ein.
Bereits am 4.11.2020 wurde von unserer Mitgliederversammlung eine Resolution zum Großraubwild genehmigt.