„Plattform Land“ begrüßt Verlegung von Landesämtern in die Peripherie

Um den ländlichen Raum als Wohn-, Arbeits- und Freizeitraum attraktiv zu halten, hat die „Plattform Land“ im Herbst ein Memorandum mit konkreten Maßnahmen verabschiedet. Eine Empfehlung war u. a. die Verlagerung von Arbeitsplätzen in die Peripherie. Die Landesregierung hat diesen Vorschlag, sehr zur Freude der „Plattform Land“, nun aufgenommen.

Nicht mehr alle Dienste in den großen Zentren zu konzentrieren, sondern verstärkt auch Teile der öffentlichen Verwaltung in die Talschaften zu verlegen, hatte die „Plattform Land“ in ihrem Memorandum angeregt und war damit bei den verantwortlichen Landes- und Gemeindepolitikern auf offene Ohren gestoßen. Nun gibt es erste Schritte, dies auch in der Praxis umzusetzen. „Wir wollen damit die Standortvorteile des ländlichen Raumes nutzen. Eine Dezentralisierung nimmt Druck von den städtischen Zentren und senkt die Kosten für den Landeshaushalt, da Mieten in der Peripherie niedriger sind. Gleichzeitig wird der ländliche Raum dauerhaft gestärkt, wenn qualifizierte Arbeitsplätze in zumutbarer Entfernung erhalten und geschaffen werden“, fasste der Sprecher der „Plattform Land“ Leo Tiefenthaler zusammen.

Dabei sollten möglichst leer stehende Gebäude für die zu verlagernden Dienste genutzt werden. „Ein weiteres Ziel der ‚Plattform Land‘ ist genau die intelligente Flächennutzung, die unter anderem ein Leerstandsmanagement vorsieht – d. h. die Erhebung von Leerständen und die Inwertsetzung dieser Immobilien“, erklärte Gemeindenverbandspräsident und Sprecher-Stellvertreter Andreas Schatzer. Erste positive Beispiele gebe es bereits. „Das Unternehmen „GKN Sinter Metals“ expandiert von Bruneck aus nach Sand in Taufers und nutzt dafür bestehende Strukturen, statt auf der grünen Wiese neu zu bauen“, berichtete Tiefenthaler. Gerade diese Verbindung von wirtschaftlichem Wachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und Leerstandsmanagement ermögliche eine nachhaltige Stärkung des ländlichen Raums.

Die politisch Verantwortlichen ruft die „Plattform Land“ auf, den Worten Taten folgen zu lassen und so bald als möglich mit der Verlagerung von Teilen der öffentlichen Verwaltung in die Peripherie zu beginnen.