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Plattform Land Mitglied bei der Europäischen ARGE Landentwicklung & Dorferneuerung

Auf der Jahresversammlung 2018 stimmten die Mitglieder der ARGE einstimmig der Aufnahme der Plattform Land zu. Vize-Präsident Leo Tiefenthaler bedankte sich und unterstrich die Wichtigkeit der europäischen Zusammenarbeit für den ländlichen Raum.

Ziel der ARGE ist es vor allem, den internationalen Erfahrungsaustausch zu fördern, die Motivation der Betroffenen zu heben, die Schaffung einer positiven öffentlichen Meinung für die Probleme der Menschen in den ländlichen Räumen zu stärken und damit die Erhaltung und Gestaltung lebensfähiger, attraktiver Dörfer bestmöglich zu unterstützen.

Die Plattform Land, welche mit einer Delegation zur gleichzeitig stattfindenden Verleihung des Europäischen Dorferneuerungspreis 2018 in Fließ anwesend war, besichtigte im Rahmen einer Führung die verschiedenen Dorfentwicklungsprojekte, mit denen Fließ 2016 den Hauptpreis gewonnen hatte. Hervorzuheben ist, dass Fließ bei einer Einwohnerzahl von nur ca. 3000 aufgeteilt auf verschiedene Fraktionen immer noch 6 Grundschulen und eine Mittelschule mit ca. 300 Schülern hat.

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v.l.n.r.: Abgeordneter Ryszard Wilczynski (Vizepräsident der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung), Hans-Peter Bock (Bürgermeister von Fließ), Theres Friewald-Hofbauer (Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung), Erwin Pröll (Präsident der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung), Leo Tiefenthaler (Plattform Land), LH-Stv. Richard Theiner, Charles Konnen (Juryvorsitzender der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung).

Der Dorferneuerungspreis 2018 ging nach Hinterstoder in Oberösterreich. Aber auch eine Südtiroler Gemeinde wurde ausgezeichnet: Truden im Naturpark.

In der Begründung heißt es, dass es Truden durch die Initiativen angefangen vom Leerstandsmanagement bis hin zu sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Projekten unter Einbindung der Dorfgemeinschaft geschafft hat, die drohende Abwanderung zu stoppen. Dank der besseren Lebensqualität und der positiven Perspektiven lassen sich nun wieder vermehrt auch junge Familien in Truden nieder.

Solche und auch andere Anstrengungen der Menschen im ländlichen Raum machen die Lebendigkeit desselben aus. Präsident Andreas Schatzer betont: „Wichtig ist dabei jedoch, dass das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowohl von der Lokalpolitik unterstützt, als auch auf regionaler Ebene ein förderndes Umfeld findet. Nur so lässt sich die hohe Lebensqualität, welche in Südtirol im ländlichen Raum herrscht, auch in Zukunft erhalten.“