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Plattform Land: Leerstände wieder nutzen

Dieses Jahr stellt die Plattform Land, die sich für attraktive ländliche Räume einsetzt, die bessere Nutzung von Leerständen in den Mittelpunkt der heurigen Tätigkeit. Weitere Schwerpunkte werden die Arbeitsplätze auf dem Land und die Jugend sein.

Neben dem Erhalt der Attraktivität des ländlichen Raumes hat sich die Plattform Land, die von mittlerweile zwölf Organisationen getragen wird, seit ihrer Gründung für einen intelligenten Umgang mit dem begrenzten Raum eingesetzt. Bereits im letzten Jahr ist das Pilotprojekt „Leerstandsmanagement“ gestartet. Ziel ist es, die Kriterien für den Leerstand mit dem zuständigen Landesamt landesweit einheitlich zu definieren. Danach sollen die Leerstände erhoben und grafisch einheitlich dargestellt werden. „Ziel muss am Ende sein, die Leerstände in den Gemeinden ersichtlich zu machen und sie nach Möglichkeit wieder einer Nutzung zuzuführen, anstatt neues Bauland zu erschließen“, erklärte der Präsident der Plattform Land, Andreas Schatzer.

Gestartet ist das Pilotprojekt „Leerstandsmanagement“ in den drei Gemeinden Klausen, St. Leonhard in Passeier und Tramin. Ende des Jahres sind noch Kaltern und Truden hinzugekommen. Weitere Gemeinden sollen in der 2. Jahreshälfte folgen. Die Jahrestagung am 31. Mai in Klausen wird ebenfalls das Leerstandsmanagement zum Inhalt haben. „Dabei werden wir mit Landes- und Gemeindepolitikern, Verbandsvertretern, Interessensgruppen, lokalen Unternehmern und Bürgern diskutieren, wie der begrenzte Raum nachhaltig genutzt werden kann“, erklärte der Vizepräsident Leo Tiefenthaler. Neben Referenten aus dem Inland werden auch Best-Practice-Beispiele aus Deutschland und der Schweiz vorgestellt.

Zusätzlich zu den Leerständen wird sich die Plattform Land heuer besonders mit den Arbeitsplätzen im ländlichen Raum beschäftigen, die – ebenso wie das schnelle Internet, funktionierende Dienste sowie Freizeit- und Wohnmöglichkeiten – wesentlich zur Attraktivität des ländlichen Raumes beitragen. Vor einem Monat ist das Projekt „Alpjobs“ gestartet. Bei der Initiative der EU geht es um zukünftige Jobprofile und um Unterstützungsmaßnahmen für junge Menschen im ländlichen Raum, um einer Abwanderung vorzubeugen. „Mit dem Projekt wollen wir die Bedürfnisse und Kompetenzen für neue Arbeitsplätze erheben und zukünftige Anforderungsprofile für Jobsuchende erarbeiten“, fasste Schatzer zusammen. Erste Ergebnisse sollen bereits im Herbst auf einer Veranstaltung über „Arbeitsplätze für die Jugend im ländlichen Raum“ präsentiert werden.

Neben den neun Gründungsorganisationen waren bei der heurigen Mitgliederversammlung erstmals auch die drei Neumitglieder anwesend.